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22.01.2015 15:44 (Lukas Mettler)
Konkurrenzkampf tobt

Switch startet Grosstransfer der .ch-Domains

(Quelle: Fotolia)
Switch hat mit dem Transfer der .ch-Domains zu neuen Registraren begonnen. Die bisherigen Kunden sollen schrittweise zum Wechsel gedrängt werden. Die Registrare empfangen die neuen Kunden derweil mit offenen Armen.

Die Stiftung Switch hat per 1. Januar den Verkauf von .ch-Domains eingestellt. Nun tritt der gross angelegte Plan zum Transfer der bisher verwalteten Domains zu den rund 55 Transferregistraren in Kraft. Rund 748'000 Domains sind noch bei Switch registriert.

Die Halter der Domains brauchen den Transfer erst zu tätigen, wenn sie per Brief von Switch dazu aufgefordert werden. Dazu hat die Stiftung im Januar die ersten 40'000 Briefe verschickt. Je nachdem wann das Abonnement abläuft, erhalten die Kunden den Brief früher oder später, spätestens jedoch im Dezember 2015, wenn alles wie geplant verläuft.

Im Moment sei man bei 5'000 bis 6'000 Transfers pro Tag, verkündet Switch an einem Pressegespräch. Seit Oktober 2014 habe bereits ein Viertel der .ch-Adressen-Abonnenten der Stiftung zu den Registraren gewechselt. Urs Eppenberger, Leiter Commercial Customers, verglich den Vorgang mit einer Hochzeitsgesellschaft auf dem Weg vom Apero zum Essen: "Der erste Viertel kommt gleich, weil man sowieso langsam absitzen möchte. Die nächsten 50 Prozent kommen, sobald man sie ein wenig ernsthafter darauf hinweist und der letzte Viertel verhockt und plaudert noch bis zur letzten Sekunde, bevor man sich bewegt."

Grosser Konkurrenzkampf

Der Trend zeige bisher, dass einige wenige der neuen Registrare etwa die Hälfte der neuen Abonnenten für sich gewinnen können, während alle anderen Registrare einen wesentlich kleineren Teil vom Kuchen abbekommen dürften, so Switch. Das Rennen um die neuen Kunden hat dementsprechend bereits begonnen. Immerhin dürfte es sich um ein Geschäft im zweistelligen Millionenbetrag handeln. Mit agressiver Werbung und möglichst einfachen Transfertools buhlen die Anbieter um Kunden. In einem Bericht schreibt die Computerworld etwa über Knatsch zwischen dem Internethost Hostpoint und der Switch Tochterfirma Switchplus. Die Liste mit Transferregistraren enthält 55 Unternehmen, wovon 32 aus der Schweiz stammen. Im Zusammenhang mit einem Interview hat die Westschweizer Radiosendung "On en parle" eine Preisübersicht publiziert, die allerdings nicht abschliessend ist.

Die Abonnenten haben jedoch noch genug Zeit. Nach Erhalt des Briefes, wird man nach einer dreimonatigen Frist per Einschreiben nochmals deutlicher zum Wechsel gedrängt. Einen Monat später folgt die Deaktivierung des Domains und schlussendlich die Löschung und Freigabe (siehe Bild). Switch werde sich aber allen möglichen Kommunikationskanälen bedienen, um den Besitzer des Domains zu warnen bevor die Adresse wieder freigegeben wird, so Eppenberger. Anleitungen zum Vorgehen beim Transfer findet man unter anderem auf der Website von Switch.

Das Danach bei Switch

Die Stiftung Switch will sich nach Abschluss des Transfers auf seine Kernaufgabe, den Unterhalt des Registrys, konzentrieren. Dabei werden die 1,9 Millionen .ch-Domains, die es im Moment gibt, in zwei Rechenzentren in Zürich und Lausanne betrieben. Diese Aufgabe wird jedoch im Jahr 2017 vom Bundesamt für Kommunikation (Bakom) neu vergeben. Aufgrund der Erfahrung, des Know-hows sowie den Kompetenzen in Cybersecurity ist die Stiftung jedoch zuversichtlich, auch in Zukunft die Registry-Funktion zu übernehmen. Und sonst hätte man schliesslich auch noch das zweite Standbein, das Bereitstellen des Internetzugangs und des Wissenschaftsnetzwerks für Schweizer Hochschulen, so Switch.

Die Stiftung Switch hat per 1. Januar den Verkauf von .ch-Domains eingestellt. Nun tritt der gross angelegte Plan zum Transfer der bisher verwalteten Domains zu den rund 55 Transferregistraren in Kraft. Rund 748'000 Domains sind noch bei Switch registriert.

Die Halter der Domains brauchen den Transfer erst zu tätigen, wenn sie per Brief von Switch dazu aufgefordert werden. Dazu hat die Stiftung im Januar die ersten 40'000 Briefe verschickt. Je nachdem wann das Abonnement abläuft, erhalten die Kunden den Brief früher oder später, spätestens jedoch im Dezember 2015, wenn alles wie geplant verläuft.

Im Moment sei man bei 5'000 bis 6'000 Transfers pro Tag, verkündet Switch an einem Pressegespräch. Seit Oktober 2014 habe bereits ein Viertel der .ch-Adressen-Abonnenten der Stiftung zu den Registraren gewechselt. Urs Eppenberger, Leiter Commercial Customers, verglich den Vorgang mit einer Hochzeitsgesellschaft auf dem Weg vom Apero zum Essen: "Der erste Viertel kommt gleich, weil man sowieso langsam absitzen möchte. Die nächsten 50 Prozent kommen, sobald man sie ein wenig ernsthafter darauf hinweist und der letzte Viertel verhockt und plaudert noch bis zur letzten Sekunde, bevor man sich bewegt."

Grosser Konkurrenzkampf

Der Trend zeige bisher, dass einige wenige der neuen Registrare etwa die Hälfte der neuen Abonnenten für sich gewinnen können, während alle anderen Registrare einen wesentlich kleineren Teil vom Kuchen abbekommen dürften, so Switch. Das Rennen um die neuen Kunden hat dementsprechend bereits begonnen. Immerhin dürfte es sich um ein Geschäft im zweistelligen Millionenbetrag handeln. Mit agressiver Werbung und möglichst einfachen Transfertools buhlen die Anbieter um Kunden. In einem Bericht schreibt die Computerworld etwa über Knatsch zwischen dem Internethost Hostpoint und der Switch Tochterfirma Switchplus. Die Liste mit Transferregistraren enthält 55 Unternehmen, wovon 32 aus der Schweiz stammen. Im Zusammenhang mit einem Interview hat die Westschweizer Radiosendung "On en parle" eine Preisübersicht publiziert, die allerdings nicht abschliessend ist.

Die Abonnenten haben jedoch noch genug Zeit. Nach Erhalt des Briefes, wird man nach einer dreimonatigen Frist per Einschreiben nochmals deutlicher zum Wechsel gedrängt. Einen Monat später folgt die Deaktivierung des Domains und schlussendlich die Löschung und Freigabe (siehe Bild). Switch werde sich aber allen möglichen Kommunikationskanälen bedienen, um den Besitzer des Domains zu warnen bevor die Adresse wieder freigegeben wird, so Eppenberger. Anleitungen zum Vorgehen beim Transfer findet man unter anderem auf der Website von Switch.

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