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07.10.2011 14:08 (George Sarpong, Barcelona)
Cloud, Tablets und neue Bedrohungen

Symantec Vision 2011

"Der Weg in die Cloud ist die wichtigste Veränderung für die IT seit 30 Jahren", sagte Symantecs CEO Enrique Salem.
"Der Weg in die Cloud ist die wichtigste Veränderung für die IT seit 30 Jahren", sagte Symantecs CEO Enrique Salem. (Quelle: )
Symantec sieht fünf Megatrends welche die IT nicht erst in einigen Jahren, sondern bereits heute grundlegend verändern sollen.

Der Weg in die Cloud

Das Blech ist tot, es lebe die Cloud! So hätte das Motto der diesjährigen Symantec Vision 2011 auch heissen können. "Der Weg in die Cloud ist die grösste Veränderung in der Geschichte der IT seit 30 Jahren", sagte CEO Salem in einer an die Keynote angeschlossene Diskussion.
Symantecs Manager sähen es am liebsten, wenn Unternehmen sofort möglichst viele Anwendungen und Daten weg von ihren Servern in die Public Cloud auslagerten. Doch die Unternehmenskunden zieren sich aus Sicherheitsgründen, wie Symantec mit Zahlen belegte. Vor dem Schritt in die Cloud stünde auch eine psychologische Barriere, wie ein Executive in einer Podiumsdiskussion meinte. Ob Sicherheitsaspekte oder psychische Hemmschwellen: Für Symantec ist die Cloud ein lohnendes Geschäft: Mit 89 Petabyte hortet Symantec die meisten Online-Backups weltweit und ist damit nach eigenen Angaben Marktführer. Insgesamt bietet das Unternehmen 14 verschiedene Produkte im SaaS-Modell an. Wegen der von Land zu Land variierenden Datenschutzbestimmungen betreibt Symantec für seine Services weltweit 14 Rechenzentren. Jedoch nicht in der Schweiz. Wann es soweit sein wird, steht noch in den Sternen.

Grösster Produktlaunch seit fünf Jahren

Etwas unter ging der Release des Bundles an Storage-Management-Lösungen. Immerhin "der grösste Produktlaunch seit fünf Jahren", wie Unternehmenssprecher Jerry Gowen betonte. Die neun Programme wurden auf Version 6 aktualisiert, mit Ausnahme der Veritas Operations Software. Diese trägt die Versionsnummer 4.1. Die Lösungen basieren auf Eigenentwicklungen und Technik von Veritas, die vor fünf Jahren von Symantec übernommen wurde. Mit den Lösungen könne beispielsweise nicht nur die Menge an virtuellen Maschinen auf einer Speicherlösung festgestellt werden, sondern auch, ob eine Applikation auf einer virtuellen Maschine noch läuft oder vielleicht "tot" ist. Sollte eine Anwendung in einer virtuellen Maschine nicht mehr funktionieren, kann diese mittels der zum Bundle gehörenden Software "Application HA" (High Availability) über eine andere virtuelle Maschine weiter betrieben werden.

Der Hacker von heute ist ein Wirtschaftskrimineller

Security ist nach wie vor ein Kerngeschäft für Symantec. Auch hierzu hat der drittgröste Software-Hersteller Neuerungen gezeigt. Schadcode soll künftig anders detektiert werden. "Reputation Detection" gleicht zu untersuchende Dateien über eine Datenbank mit Milliarden sauberer Referenzdateien ab. Wird beispielsweise ein Word-Dokument mit anderen Referenz-Word-Dokumenten verglichen und zeigt vergleichbare Strukturen, so gilt die untersuchte Datei als sauber. Symantecs CEO Salem sieht in "Reputation Detection" gar die Zukunft der Securitysoftware.
Jedoch werden sich Unternehmen nicht mehr nur gegen Schadcode, sondern auch gegen wirtschaftlich motivierte Hacker wehren müssen. Denn den klassischen Hacker von früher, der ausprobiert hat, ob er in ein System hineingelangen kann, gebe es heute nicht mehr, sagte Zeitler. "Heute arbeiten Hacker als Spezialistengruppe: Einer versucht in das System einzudringen, der nächste schaut was es zu holen gibt und ein weiterer verkauft die gesammelten Daten. Das ist ein 700-Milliarden-Dollar-Markt."

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