E-Health konkret

"E-Health ist nicht nur Zukunftsmusik"

Uhr | Aktualisiert
Martin Fuchs, Head Business Area E-Health, Schweizerische Post
Martin Fuchs, Head Business Area E-Health, Schweizerische Post

Weshalb unterstützen Sie den E-Health Summit 2016?

Martin Fuchs: E-Health hat einen hohen strategischen Stellenwert für die Post und wir sehen in einer Digitalisierung des Datenverkehrs im Gesundheitswesen ein enormes ­Potenzial. Entsprechend sind wir auch seit mehreren Jahren federführend bei der Entwicklung und Implementierung von E-Health-­Lösungen dabei. Diese haben sich in mehreren Kantonen in der Praxis bewährt. Der E-Health Summit zeigt innovative Wege, die digitale Transformation im Gesundheitswesen voranzutreiben sowie die Qualität der medizinischen Versorgung zu optimieren. Da liegt es auf der Hand, dass wir beim E-Health Summit mit dabei sind.

Wer profitiert vom elektronischen Patientendossier?

Von einem voll ausgebauten elektronischen Patientendossier profitieren alle: Die Gesundheitsfachleute, weil ihnen Informationen schneller und vollständig zur Verfügung stehen, und die Patienten, weil sie selbst Einblick in ihre Gesundheitsdaten erhalten und die Behandelnden sie besser versorgen können, was die Patientensicherheit steigern kann. Und nicht zuletzt die Bevölkerung als Ganzes, weil mit E-Health auch die Kosten im Gesundheitswesen gesenkt werden können.

Welche Trends sehen Sie am Schweizer E-Health-Markt?

Das Bewusstsein, dass E-Health nicht nur Zukunftsmusik ist, sondern sich zu einem echten Bedürfnis sowohl der Leistungserbringer, als auch der Behandelten entwickelt, wird klarer. In den nächsten Monaten werden weitere Stammgemeinschaften gegründet werden, die sich dann für eine E-Health-Lösung entscheiden müssen, um diese ihren Mitgliedern anzubieten.

Wie sieht das Spital der Zukunft aus?

Schon in wenigen Jahren werden keine Faxe mehr verschickt und wir werden keine Berge von Papierakten im Keller lagern können oder wollen. Ich denke dabei klar an bereits bestehende Lösungen – das elektronische Patientendossier und das E-Archiv. In Zukunft wird die digitale Transformation für einen noch höheren Einsatz von Anwendungen in den Bereichen Analytics, Robotics und ganz stark in der personalisierten Medizin sorgen. Abgesehen von der Effizienz wird insbesondere der Patient eine zentrale Rolle einnehmen. Ich bin davon überzeugt, dass das Spital der Zukunft eine ambulante, hochspezialisierte und hochindividualisierte Behandlung mit starker menschlicher Komponente vereinen wird.

Mit welchen Entwicklungen sollten sich IT-Verantwortliche im Gesundheitswesen derzeit auseinandersetzen?

E-Health kommt und sie kommt schnell. Die IT sollte sich jetzt damit auseinandersetzen, was es für sie bedeutet, bestehende Systeme in eine E-Health-Plattform zu integrieren. Sehr gerne helfen wir dabei mit unserer Erfahrung und unserem Know-how.

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