Swiss E-Health Summit - Podium

"Die Digitalisierung durchdringt zunehmend auch das Gesundheitswesen"

Uhr | Aktualisiert

Am 21. und 22. September 2017 findet im Lausanner Swisstech Convention Center der Swiss E-Health Summit statt. Die Redaktion hat Referent Jürg Blaser, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Medizinische Informatik, zu den Themen befragt, welche die Gesundheitsbranche momentan beschäftigen.

Jürg Blaser, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Medizinische Informatik. (Source: FABIAN HAEFELI ZUERICH)
Jürg Blaser, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Medizinische Informatik. (Source: FABIAN HAEFELI ZUERICH)

Das Motto des diesjährigen Summits ist «Healthcare meets Innovation». Was verstehen Sie darunter?

Jürg Blaser: Die Reorganisation von Geschäftsprozessen hat im Gesundheitswesen später eingesetzt als in anderen Dienstleistungsbereichen. Nun durchdringt die Digitalisierung zunehmend auch das Gesundheitswesen. Da Daten und Informationen auch in der Medizin von zentraler Bedeutung sind, können innovative, informatikbasierte Abläufe einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung von Effizienz und Qualität leisten.

Welchen Nutzen bringt Big Data der Medizin?

Personalisierte Medizin basiert zunehmend auf Analysen einer Vielzahl von klinischen, genomischen und weiteren individuellen Daten. Ziel ist es, Krankheiten effektiver und/oder mit weniger Nebenwirkungen behandeln zu können. Zudem soll die Prävention ungünstiger gesundheitlicher Bedingungen personalisierter und faktenbasierter erfolgen.

Wie ist das Schweizer Gesundheitswesen gegen ­Cyberbedrohungen aufgestellt?

Mit zunehmender Digitalisierung des Gesundheitswesens werden auch vermehrt Ressourcen für Cybersecurity eingesetzt werden müssen, betriebsintern und auch national. Immerhin sind in diesem Bereich bisher keine grossen Pannen und Datenverluste publik geworden.

Was sind für Sie die wichtigsten Trends im ­Schweizer E-Health?

Die Digitalisierung schreitet voran. Die entsprechende Anpassung der Abläufe braucht Zeit und verläuft etwa im stationären und ambulanten Bereich unterschiedlich, auch weil die Vorteile nicht in jedem Betrieb gleich gewichtig sind. Trotzdem geht der Trend auch in Arztpraxen unaufhaltsam in diese Richtung. Junge Ärzte sind aufgrund ihrer Spitalerfahrungen mit elek­tronischen Patientenakten vertraut.

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