Unternehmen rechtfertigt sich

Yahoo ignoriert Privacy-Einstellungen der Nutzer

Uhr | Aktualisiert

Surfer können bei den gängigen Browsern eine Einstellung mit Namen "Do Not Track" aktivieren. Der Internetkonzern Yahoo hat nun offiziell entschieden, diese Funktionalität zu ignorieren.

Der Internetkonzern Yahoo hat entschieden, per sofort die Wünsche seiner Nutzer bezüglich Nichtverfolgung zu ignorieren. Wer in seinem Browser eine Do-Not-Track-Einstellung aktiviert hat und auf die Yahoo-Website geht, wird trotzdem beobachtet. Yahoo äusserte sich laut heise.de zu diesem Schritt wie folgt: "Wir glauben grundsätzlich, dass das beste Web ein persönlich zugeschnittenes ist."

Die Schuld für sein Vorgehen gibt Yahoo anderen Marktteilnehmern. Man habe, so das Unternehmen, noch nicht gesehen, dass "sich ein einziger Standard durchsetzt und von der IT-Industrie angenommen wird". Die Medienmitteilung Yahoos endet schliesslich mit einem kleinen Scherz: "Die Privatsphäre unserer User ist und bleibt von hoher Priorität für uns."

Auch Facebook und Google

Das Vorgehen Yahoos ist nicht neu. Schon 2012 begann die Firma damit, die Do-Not-Track-Informationen des Internet Explorers absichtlich zu ignorieren. Auch steht das Unternehmen damit nicht alleine da. Auch Facebook und Google kümmern sich nicht um die diesbezüglichen Wünsche ihrer Nutzer. Vorbildlicher verhält sich der Kurznachrichtendienst Twitter, der sich laut Informationen von donottrack.us an die Wünsche seiner Nutzer hält.

Wer sicher sein will, dass seine Bewegungen im Internet nicht verfolgt werden, dem sei daher eine Lösung wie Ghostery empfohlen. Dabei handelt es sich um eine Software, die Nutzer beim Surfen auf versteckte Dienste hinweist, die private Daten an Seitenbetreiber übermitteln und diese auf Wunsch blockiert. Als Add-on kann Ghostery für Firefox, Safari, Chrome, Opera und den Internet Explorer installiert werden.

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