Best of Swiss Web 2014

Best of Swiss Web: Mobile bleibt wichtigstes Thema

Uhr | Aktualisiert
von Andreas Heer

Die technischen Themen Mobile und HTML5 beschäftigen dieses Jahr Schweizer Agenturen am stärksten. Die technischen Entwicklungen beeinflussen die Anforderungen an die Mitarbeiter, weshalb es die Personalbeschaffung ebenfalls in die Top 3 der Themen geschafft hat.

Die dieses Jahr zum zweiten Mal durchgeführte Umfrage unter den Schweizer Webagenturen zeigt, welche Themen die Branche am meisten beschäftigen. Die rund 50 ausgefüllten Fragebogen zeigen ein ähnliches Bild wie schon im letzten Jahr. Der Trend hat sich also bestätigt. Die vier meistgenannten Themen bleiben Mobile, die Personalbeschaffung, HTML5 und E-Commerce. Dass diese Themen dominieren, ist keine Überraschung, korrespondieren sie doch mit der gegenwärtigen Entwicklung im gesamten IT-Umfeld und damit auch mit den Ansprüchen der Kunden.

Mobile ist unausweichlich

Der generelle Trend zur mobilen Internetnutzung schlägt sich auch in den Umfrageergebnissen nieder. Mobile ist, wie schon im letzten Jahr, das wichtigste Thema. Es ist wohl kein Zufall, dass auch beim diesjährigen Master of Swiss Web, dem E-Banking der UBS, die mobile Nutzung eine wichtige Rolle gespielt hat. Diese Bedeutung unterstreicht Gregor Erismann, Head of Marketing und Communication bei Namics: «Da die Nutzung mobiler Geräte weiter zunimmt, spielt die Mobile-Optimierung bei jedem unserer Projekte eine sehr wichtige Rolle.»

Mit Mobile hängt auch das am dritthäufigsten genannte Thema HTML5 zusammen. Die jüngste Version der Seitenbeschreibungssprache kommt häufig zum Einsatz, wenn Websites auf verschiedenen Bildschirmgrössen funktionieren müssen und hierfür mit Responsive Design umgesetzt werden. Auch plattformübergreifende Apps basieren üblicherweise auf HTML5. Native Apps sind für Agenturen ebenfalls ein Thema und wurden in der Umfrage am Sechsthäufigsten genannt. Dass HTML5 den höheren Stellenwert besitzt, hängt wohl damit zusammen, dass es sich bei vielen Projekten um Websites handelt, die allenfalls um eine App ergänzt werden, liegt also gewissermassen in der Natur der Sache. Zudem sind HTML5-basierte Lösungen oft günstiger als native Apps, die für jede Plattform separat entwickelt werden müssen. Am Ende entscheidet aber die Ausgangslage über die eingesetzte Technik, wie Erismann ausführt: «Ob dann die Lösung eine responsive Site, eine mobile Version oder sogar eine eigene App ist, hängt jeweils von den Anforderungen der Kunden und den Erwartungen der Benutzer ab.»

Neue Kompetenzen gefragt

Bei der Personalbeschaffung und bei E-Commerce schwingt die Bedeutung von Mobile zumindest mit. Müssen Projekte auch für Smartphones und Tablets optimiert werden, ist entsprechendes Fachwissen gefragt. Doch einerseits sind solche Spezialisten eher rar auf dem Markt. Und andererseits reicht reines Fachwissen allein heute nicht mehr. Dies beobachtet auch Nadine Schlegel, Head of Human Resources bei Unic: «Was sich in den letzten Jahren gewandelt hat ist sicherlich, dass die Komplexität der Projekte zugenommen hat und vermehrt Mitarbeitende gefragt sind, die über ein ausgeprägtes vernetztes Denken verfügen.» So stehen auch bei Unic Fähigkeiten wie lösungsorientiertes Handeln sowie pragmatisches und unternehmerisches Denken im Zentrum. Auch die Kunden- und Serviceorientiertheit findet sich entsprechend weit oben im Anforderungsprofil.

Dass E-Commerce wie schon im letzten Jahr weit oben in der Liste steht, hängt mit der immer noch wachsenden Bedeutung des Onlinehandels zusammen. «Unternehmen überlegen, wie sie die Transaktionsebene in ihre Website integrieren und damit den kommerziellen Bereich online bringen können», meint Malte Polzin, Partner bei Carpathia Consulting. «Das ist der nächste logische Schritt, deshalb steht das Thema weit oben auf der Agenda.»

Ins Mittelfeld abgerutscht ist dagegen das Thema Social Media. Die gegenüber dem Vorjahr tiefere Bedeutung täuscht aber insofern, weil bei der Umfrage Mehrfachnennungen möglich waren. Social Media wurde gleich häufig erwähnt wie letztes Jahr. Aber die Integration sozialer Netzwerke ist bei vielen Projekten schlicht Standard und wird oft als Selbstverständlichkeit angesehen.

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