MSM-Research

Geschäftsprozesse und Wissens­management

Uhr | Aktualisiert
von Philipp A. Ziegler

Beim Managen, Verwalten und Archivieren stufen die ICT-Verantwortlichen die steigende Flut an unstrukturierten Informationen, das heisst an physischen und elektronischen Dokumenten beliebiger Formate, als grösste Herausforderung ein.

Die Forderung nach rationelleren und schlanken Geschäftsprozessen sowie der Umgang mit der Flut an Dokumenten und unstrukturierten Informationen stellen heute grosse Anforderungen an die Unternehmen. Die Herausforderungen greifen aber noch weiter: Die fortschreitende Digitalisierung muss hohen gesetzlichen Vorgaben (Compliance) entsprechen, Doppelspurigkeiten sollen vermieden und optimaler, sicherer Zugriff auf das Unternehmenswissen und die Daten (Knowledge Management) gewährleistet werden.

Lösungen und Services aus dem Bereich Enterprise Content Management (ECM) sollen den Knackpunkt "Dokumenten- und Informationsflut" beseitigen helfen und die Unternehmen bei der Digitalisierung und Optimierung der Businessprozesse unterstützen. Unsere neue Studie zum ECM-Markt in der Schweiz ergab zudem, dass die Unternehmen hierzulande 2015 470,1 Millionen Franken für Lösungen und Services ausgegeben haben.

Schnittstellen sind zentrales Kriterium

Im laufenden Jahr planen die Verantwortlichen, ihre diesbezüglichen Budgets um 2,8 Prozent zu erhöhen. Dabei werden 39 Prozent der ECM-Spendings für Lösungen, 61 Prozent für die entsprechenden Projektservices (Integration, Implementierung, Beratung und Support) aufgewendet. Das grösste Wachstum im ECM-Lösungsmarkt verzeichnen die Cloud-Computing-Services (SaaS). 2016 werden diese um mehr als 30 Prozent zulegen.

Bei der Wahl von entsprechenden ECM-Lösungen sind die Schnittstellen ein zentrales Entscheidungskriterium. Von den Befragten werden bei der Integration von ECM-Anwendungen allen voran Schnittstellen zu SAP, Abacus, MS Exchange/Sharepoint/Office sowie Oracle gefordert.

Die erfolgreiche Implementierung und Umsetzung einer ECM-Lösung hängt letztlich aber nicht allein von der Berücksichtigung aller prozess- und systemtechnischen Punkte ab. Erst das Engagement und die Disziplin der Mitarbeiter, neue Verfahrensweisen und Abläufe zu adaptieren, werden dem Managen des Enterprise Contents, der Verschlankung und Verkürzung der Prozessdurchlaufzeiten zu ihrem vollen Erfolg verhelfen und die damit angestrebte Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens steigern.

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