Laufzeit vier Jahre

Zürcher Stadtrat verabschiedet IT-Strategie

Uhr | Aktualisiert
von Christoph Grau

Nach zehn Jahren hat die Stadt Zürich wieder eine IT-Strategie verabschiedet. Sechs strategische Strossrichtungen sollen die nächsten vier Jahre in der Stadt-IT prägen. Die OIZ ist für die Umsetzung zuständig.

(Quelle: Wendelin Jacober/ @Flickr / CC BY 2.0)
(Quelle: Wendelin Jacober/ @Flickr / CC BY 2.0)

Der Stadtrat der Stadt Zürich hat die "IT-Strategie 2016" verabschiedet. Diese ersetzt die IT-Strategie aus dem Jahr 2006. Seinerzeit standen die Themen: "Senkung der IT-Kosten, Zentralisierung und Konsolidierung der städtischen IT" auf der Agenda. Laut einer Mitteilung umfasst die neue Strategie folgende sechs "strategische Stossrichtungen":

  • Digitalisierung vereinfacht die städtische Prozessabwicklung: Durch das Wegfallen von Medienbrüchen sollen städtische Prozesse schlanker, schneller und weniger fehleranfällig werden. Unter dem Schlagwort "Online-First" soll bei neuen Services die papierlose Abwicklung priorisiert werden. Die Senkung des Papierverbrauchs ist ein weiteres Ziel.
  • Ausbau E-Government: Dem Bedürfnis von Unternehmen und Bürgern nach einer mobilen und digitalen Kommunikation mit den Behörden soll nachgekommen werden. Dies mit dem Ziel, den Behördenverkehr zu erleichtern. Online-Dienstleistungen sollen bedienfreundlicher werden.
  • Arbeitsplatz der Zukunft als Basis für moderne Arbeitsformen: Dieser Punkt richtet sich an die Bedürfnisse der städtischen Beschäftigen nach mehr Mobilität bei der Arbeit. Der mobile und sichere Zugriff auf Daten spiele hier eine entscheidende Rolle.
  • Cloud-Services verbessern die Agilität der IT und verschaffen Kostenvorteile: Die Stadt Zürich will mehr auf Cloud-Anwendungen setzen. Ein neu zu schaffendes "Cloud Competence Center" soll "rechtliche, sicherheitsrelevante Kriterien und Aspekte des Datenschutzes koordinieren".
  • Informationssicherheits-Offensive macht die IT fit für die Zukunft: Die Stadt will mehr in die IT-Sicherheit investieren, um auf aktuelle Cybergefahren reagieren zu können. Auch die Mitarbeitenden sollen vor Gefahren und für den richtigen Umgang sensibilisiert werden.
  • Ökologische IT als Beitrag zur 2000-Watt-Gesellschaft: Auch die IT hat sich nach den Energieplänen der Stadt zu richten. Dazu sollen konsequent energiesparende IT-Mittel beschafft werden. Auch bei den städtischen Rechenzentren gelte es durch mehr Effizienz Energie zu sparen.

Mit diesen sechs Punkten soll die städtische IT für die Zukunft fit gemacht und die Potenziale der Digitalisierung genutzt werden. Die Organisation und Informatik der Stadt Zürich (OIZ) wurde mit der Umsetzung beauftragt. Diesmal soll es jedoch nicht wieder zehn Jahre bis zur nächsten Strategie dauern. Laut Mitteilung ist die neue IT-Strategie für vier Jahre ausgelegt. Es wird jedoch keine zentrale Finanzierung eingerichtet. "Jede Massnahme wird in einem Projekt konkretisiert und über etablierte Prozesse freigegeben und finanziert", heisst es in der Mitteilung.

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