Mehr als 50 Firmen nahmen teil

Weniger Besucher an den Informatiktagen

Uhr | Aktualisiert

Die Informatiktage 2017 sind am Freitag und Samstag über die Bühne gegangen. Es kamen weniger Personen als im Vorjahr. Parallel fanden die ICT Skills statt. Die Redaktion sprach mit dem Schweizer WM-Teilnehmer im Bereich Systemtechnik.

Mehr als 9000 Personen haben die Informatiktage 2017 besucht. Dies sind 2000 Besucher weniger, als noch im Vorjahr. Die Veranstaltung fand vom Freitag dem 16. bis Samstag dem 17. Juni an mehreren Standorten in Zürich statt. Rund 50 Firmen beteiligten sich an den Informatiktagen, wie der Veranstalter mitteilt. Sie boten interessierten Besuchern Einblick in den Arbeitsalltag in der ICT, in neue Technologien und in die verschiedenen ICT-Berufe.

Gemäss der Mitteilung kamen etwa 840 Schüler zu speziellen Veranstaltungen. 80 Lehrer liessen sich in Kursen weiterbilden.

Schweizer Meister gesuchtls

Parallel zu den Informatiktagen fanden auch die Berufsmeisterschaften ICT Skills statt. ICT-Lehrling und -Absolventen wetteiferten wie schon in den Vorjahren um die Meistertitel in folgenden vier Kategorien:

  • IT Network Systems Administration (Systemtechnik)

  • Webdesign & Development

  • IT Solutions for Business (Applikationsentwicklung)

  • Mediamatik

Aktuell werden die Ergebnisse der Kategorien noch ausgewertet. In zwei Wochen stehen dann die Sieger fest, wie die Veranstalter auf Anfrage mitteilen.

Sechs Stunden Praxisaufgaben lösen

Im Börsengebäude von Zürich fand die Schweizer Meisterschaft im Bereich Systemtechnik statt. Tobias Meier, Experte der Schweizer Meisterschaften, erklärte in einem Gespräch den Modus. Er arbeitet ehrenamtlich für ICT Skills als Coach und ist sonst bei Letec IT Solutions tätig.

Die angehenden oder jungen Systemtechniker müssen im Wettbewerb die drei Bereiche Netzwerk, Client und Server bearbeiten. Im Prinzip geht es darum, ein System nach den Vorgaben des Wettbewerbs aufzubauen. Gemäss Meier ist dies "eine typische Aufgabe aus dem Arbeitsalltag". Es geht darum, das System von Grund auf aufzubauen und zu konfigurieren. Die Teilnehmer haben dafür sechs Stunden Zeit.

Hartes Training zum Titel

Jedes zweites Jahr findet die Informatik-WM statt. Jeweils die zwei Besten Teilnehmer aus einer Disziplin der ICT Skills qualifizieren sich für die Schweizer Vorausscheidung. Diese vier Teilnehmer treten gegeneinander an. Der Sieger wird für die Schweiz zur WM entsandt, wie Meier erklärte.

Für die Disziplin Systemtechnik wird Pascal Mathis in diesem Jahr die Fahnen der Schweiz hochhalten. Momentan befindet er sich noch im Training. Bei diesem bereiten freiwillige Coaches ihn auf die Wettbewerbsaufgaben vor, wie Meier sagte. Etwa zwei Tage pro Woche trainiert Mathis. Obwohl sich dies schon nach viel anhört, ist die Schweiz doch eher im Amateurbereich anzusiedeln, wie Meier betonte. Vor allem die Teilnehmer aus asiatischen Ländern trainieren fast Vollzeit auf die WM.

Pascal Mathis trainierte bei den ICT Skills mit. (Quelle: Netzwoche)

Dennoch schaffe es die Schweiz regelmässig unter die Besten zehn Länder, manchmal sogar aufs Podium. Im Vergleich zu den eingesetzten Ressourcen sei dies sehr gut, betonte Meier. Die Stärke der Schweiz liege im dualen Bildungssystem, welches sehr grossen Wert auf die Praxis lege. Diese Fähigkeiten würden auch im Wettbewerb verlangt und die Schweiz könne diese Stärke ausspielen.

Mathis, er absolvierte seine Lehre beim Coop Basel, rechnet sich gute Chancen für die WM aus. Mit seinen Coaches bereite er sich intensiv auf die vier Wettbewerbstage vor. Vor allem am letzten Wettbewerbstag, an dem es um das Troubleshooting geht, könne er seine Stärken zeigen. Hier sei die Schweiz den theoriestarken Teilnehmern aus dem Ausland überlegen. Mathis habe das Podest im Visier und erhofft sich einen Platz unter den Besten des Wettbewerbs.

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