Apple-Event

Die Highlights der WWDC 2017 für Entwickler

Uhr | Aktualisiert
von Yves Landert, Co-Founder, Head of Innovation & Technology, Appculture

Vom 5. bis 9. Juni hat Apple seine Apple Worldwide Developers Conference abgehalten. Ausser dem Assistenz-Lautsprecher Homepod, neuen Macbooks und einem neuen iMac Pro hatte Apple auch für Entwickler viele Neuheiten in petto.

Es hiess, früh aufzustehen, wenn man sich einen Platz in den vorderen Rängen bei der WWDC-Keynote ergattern wollte. Diese fand erstmals im "San Jose Convention Center" in San Jose statt, rund eine Zugstunde von San Francisco entfernt. Präsentiert wurde viel neue und verbesserte Hardware, etwa der Homepod, iPad Pros oder iMac Pro. Auch auf Softwareseite gab es viel Spannendes.

Während der Konferenztage hatten wir die Möglichkeit, zahlreiche Sessions und Labs zu besuchen und Fragen mit Apple-Entwicklern zu diskutieren. Die Highlights für Anbieter und Entwickler von Apps in der Übersicht.

Augmented Reality

Mit iOS11 wird das "ARKit" SDK lanciert. Das Framework, bietet – zusammen mit anderen Frameworks wie SpriteKit und SceneKit – zahlreiche Möglichkeiten, um 3-D- oder auch 2-D-Objekte in der realen Welt darzustellen. Dazu nutzt Apple die Kamera des iPhone oder iPad. Beeindruckend dabei sind die Fortschritte bei der Auflösung, Qualität und Performance. Apple gelang damit ein grosser Schritt in die AR-Welt.

Machine Learning

Ebenso spannend ist das "MLKit". Mit diesem lassen sich Lernmechanismen in Apps implementieren. Ab nun ist es etwa möglich, mit "Text Prediction" bei der Eingabe von Texten Vorschläge anzuzeigen sowie "Handwriting Recognition" für die Erkennung von Symbolen zu verwenden. Mit dem neuen "Vision Framework" können dank Gesichtserkennung Fotos und Videos erkannt werden. Zudem besteht neu auch die Möglichkeit, Fotos und andere Daten mit "Natural Language Processing" (NLP) zu "erkennen", was beispielsweise für die Suche nach Objekten in Fotos oder Videos hilfreich ist.

NFC wird (teilweise) geöffnet

Ein erster Schritt ist getan: Apple öffnet die NFC-Schnittstelle zumindest partiell. Mit dem "Core NFC Framework" können Apps NFC-Tags (NDEF-Daten) lesen, um den Nutzern mehr Informationen über ihre physische Umgebung und die realen Objekte zu geben. Dies können etwa Informationen über Produkte in Geschäften oder über Objekte in Museen und Ausstellungen sein. Daten können aber nur gelesen und nicht gesendet werden. Zudem gilt dies nur ab dem iPhone 7 beziehungsweise iPhone 7 Plus.

WatchOS: SiriKit-Integration und mehr

SiriKit kann nun auch bei WatchOS 4 verwendet werden. Damit können Funktionen über Siri in Apps ausgeführt werden. Mit der "Siri watchface" erhält der Anwender zudem eine auf ihn abgestimmte Timeline für den ganzen Tag. Spannend ist auch, dass sich künftig Anwendungen von Drittherstellern, wie etwa Blutzucker-Messgeräte, direkt über Bluetooth ansteuern lassen. Zudem bietet das WatchOS 4 ein neues Design für Watch-Apps im Dock.

Neue Möglichkeiten im App-Store Deployment

Der neu gestaltete App-Store soll nicht nur Anwendern, sondern auch App-Anbietern neue Möglichkeiten bieten. Zum Beispiel können nun bei jedem neuen App-Release Reviews von älteren App-Versionen beibehalten werden. Das kann von Vorteil sein, wenn man nur einen kleineren Bugfix-Release einreichen möchte. Neu kann zu Testzwecken einer neuen App-Version die Anzahl Downloads limitiert werden. Zudem lassen sich die App-Marketing-Möglichkeiten verbessern, etwa mit bis zu drei möglichen App-Videos.

Verbesserte Entwickler-Umgebung

Apple vereinfacht das Entwickler­leben. Xcode 9 bietet nun die Möglichkeit für ein sprachenübergreifendes Refactoring. Seit der Einführung von Swift ist dies nicht mehr möglich. Die gesamte Intelligenz im Xcode wird mit dem neuen, in Swift geschriebenen Code-Editor massiv verbessert. Auch das Debuggen von Apps wird effizienter, da sich mehrere Simulatoren gleichzeitig öffnen lassen und endlich auch kabelloses Debugging möglich wird. Swift 4.0 hingegen bringt keine gros­sen Änderungen, was den Schluss nahelegt, dass sich die Syntax von Swift mittlerweile stabilisiert hat.

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