Globales System gegen Kollisionen

Start-up Onesky testet Kontrollturm für Drohnen

Uhr | Aktualisiert

Das Schweizer Start-up Onesky will Drohnenflüge sicherer machen. Ihr Kontrollturm Alpha One warnt frühzeitig vor Flugzeugen. Auf dem Flughafen von Payerne startet bald ein Test.

Alpha One soll Drohnen aus der Gefahrenzone manövrieren. (Source: Onesky)
Alpha One soll Drohnen aus der Gefahrenzone manövrieren. (Source: Onesky)

Auf dem zivilen Areal des Flugplatzes Payerne im Waadt werden bald Kontrolltürme der etwas anderen Art stehen. Die vier Meter hohen Türme namens "Alpha One" sollen verhindern, dass Drohnen mit Flugzeugen kollidieren, heisst es in einer Medienmitteilung des Entwicklers Onesky. Das Schweizer Start-up führt den Test zusammen mit dem Luftfahrtunternehmen Swiss Aeropole durch.

Den Flugverkehr im Blick

So sieht das Interface des Systems aus. (Source: Onesky)

Die Türme fangen Identifikationssignale von Flugzeugen auf, heisst es im Pressetext. Sie hätten den Überblick über die GPS-Position, Flugrichtung, Geschwindigkeit, Distanz und Höhe der einzelnen Flieger. Das System leite diese Daten dann zum Interface der Drohne, sodass diese frühzeitig über die Flugobjekte in der Luft informiert sei. "Andere Unternehmen wollen die Drohnen in der Luft erfassen", sagt Manu Lubrano, CEO von Onesky, im Gespräch mit der Redaktion. "Wir dagegen wollen die Flugzeuge erfassen."

Automatisierter Flug aus der Gefahrenzone

Die Onesky-Türme erkennen Signale in einem Radius von 10 Kilometer. Ein Turm kann einen Tag lang autonom arbeiten – so lange reicht die Batterie. Alpha One wird von einer Software ergänzt, die über ein eigenständiges User-Interface verfügt. Das Programm lässt sich mit bereits existierender Drohnen-Software verbinden.

Das System von Onesky sei dazu in der Lage, in die Steuerung der Drohnen einzugreifen. "Dabei gibt es unterschiedliche Stufen der Kontrolle", erklärt Lubrano am Telefon. "Drohnenflieger können einstellen, ob sie nur eine Warnung erhalten wollen, oder ob sich die Drohne automatisch aus der Gefahrenzone manövrieren soll."

Onesky denkt global

Das dreiköpfige Team von Onesky, v. l.: Mélanie Guittet, Cristina Mihalachioiu und CEO Manu Lubrano. (Source: Onesky)

Zwischenfälle mit Drohnen nähmen exponentiell zu, sagt Manu Lubrano, CEO und Gründer von Onesky, im Pressetext. Es sei wichtig, die Sicherheit von Drohnenflügen zu garantieren. Eine umfassende Lösung werde immer dringlicher. Diese will das Schweizer Start-up bieten – und zwar in einem internationalen Massstab. Onesky plant, bis 2021 ein globales System zur Kollisionsvermeidung auf die Beine zu stellen, wie aus der Beschreibung des Unternehmens hervorgeht.

Das Start-up Onesky hat seinen Sitz in Renens, Waadt. Das dreiköpfige Team besteht aus Manu Lubrano (CEO). Mélanie Guittet (Projektmanagerin) und Cristina Mihalachioiu (Wirtschaftsanwältin). Sie haben Onesky gemeinsam gegründet.

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DPF8_58980

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