Prozessverlängerung

Bussen per App bezahlen

Uhr | Aktualisiert
von Bernhard Schärer, Sales Manager, Abraxas Epsilon

Die Interaktion mit Verwaltungen ist nicht immer angenehm. Schon gar nicht dann, wenn es um Ordnungsbussen geht. Doch auch diese Prozesse lassen sich mit den richtigen Werkzeugen «kundenfreundlicher» gestalten.

Seit Beginn der Kontrollen, insbesondere auch des ruhenden Verkehrs, war der Bussenblock das zentrale Arbeitsmittel der Polizistinnen und Polizisten. Das Prinzip ist einfach: Wenn die Art des Verstosses dies vorsieht, erhält der Verursacher von Rechts wegen direkt einen Einzahlungsschein zur Bezahlung der Busse. Erfolgt die Zahlung innerhalb der vorgegebenen Frist, bleibt der Gebüsste anonym. Moderne Arbeitsmittel wie die Bussen-App von Abraxas erlauben es nun, diesen Prozess zu digitalisieren und dadurch zu vereinfachen.

Nur noch ein QR-Code an der Windschutzscheibe

Mit der Bussen-App von Abraxas für mobile Geräte (iPhones, iPads) kann eine Busse jetzt elektronisch erfasst werden. Die zentrale Rolle spielt dabei ein QR-Code, der auf die Busse referenziert und in der weiteren Abwicklung des Falles eine zentrale Rolle spielt. Er enthält – ausser der einmaligen Fall-Nummer (Bussen-Nr.) – eine URL als digitale Adresse. Der Gebüsste findet diesen QR-Code als Beleg an seiner Windschutzscheibe und hat nun in der Folge mehrere Möglichkeiten, diese Busse zu bezahlen.

Will der Beamte einen mutmasslichen Verstoss ahnden, öffnet er die Bussen-App auf dem Smartphone oder Tablet, fotografiert zunächst das Nummernschild für eine automatische Schilderkennung (oder tippt das Kennzeichen manuell ein). Anhand des Schildes werden nun angeschlossene Datenbanken oder das entsprechende Backoffice-System online abgefragt (etwa Bewilligungen oder ausstehende Bussen). Mittels Geo­lokalisierung wird der Standort ermittelt und übernommen. Anschliessend werden die gewünschte Verordnung und der vorliegende Verstoss (Bussenziffer) ausgewählt. Mögliche Fotos können gleich aufgenommen und als Beweismittel eingefügt werden. Am Schluss wird ein neuer QR-Code gescannt, und damit werden die erfassten Fakten zu einem «Fall»; das heisst zu einer Ordnungsbusse. Nach Abschluss der Erfassung und Prüfung durch den Beamten übermittelt die App die Busse sofort und automatisch zur Ordnungsbussenzentrale. Dies erfolgt über gesicherte Kommunikationsstrukturen innerhalb des entsprechenden Polizeikorps. Damit steht die Busse für die weitere administrative Bearbeitung zur Verfügung.

Sofortige Bezahlung via Bussenportal

Die zeitgemässe Erfassung von Bussen und die Kommunikation mit dem Gebüssten verlangt natürlich nach entsprechenden Strukturen in der Ordnungsbussenzentrale. Das wichtigste Element dabei ist ein «Bussenportal», das die Interaktion mit dem Gebüssten gewährleistet. In der Hauptsache dient es der Abwicklung von Zahlungen. Es kann optional und nach Massgabe des entsprechenden Polizeikorps aber auch weitere Funktionen enthalten, etwa die Einlieferung von Lenkerangaben oder das Entgegennehmen von Einsprachen. Das Bussenportal ist mandantenfähig ausgelegt, wird in einer gesicherten Umgebung von Abraxas betrieben und kommuniziert in der Folge mit der EpsiPol-Applikation des jeweiligen Polizeikorps.

Zahlung via Internet

Im Vordergrund steht natürlich die Bezahlung der entsprechenden Ordnungsbusse. Zu diesem Zweck kann der hinterlegte QR-Code gescannt werden, der dann direkt zum entsprechenden Fall führt. Alternativ kann auch die auf dem QR-Beleg aufgedruckte URL benutzt werden. Die Eingabe der aufgedruckten Fallnummer führt zum gleichen Ergebnis. Die Zahlung erfolgt interaktiv mittels Kreditkarte. Falls das nicht erwünscht ist, kann der Gebüsste einfach die jeweilige Adresse eingeben und einen Einzahlungsschein zur Begleichung der Busse nach Hause bestellen.

Webcode
DPF8_60569

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