Interview mit Christof Wicki

"Wir müssen mit den besten Ländern im digitalen Gleichschritt bleiben"

Uhr | Aktualisiert

Das Europa Forum Luzern am 13. November steht ganz im Zeichen der digitalen Revolution. Direktor Christof Wicki verrät, warum das Thema gewählt wurde und was die Besucher im KKL erwartet.

Christof Wicki, Direktor des Europa Forum Luzern. (Source: © ARNET·FOTO·GRAFIK, Christoph Arnet)
Christof Wicki, Direktor des Europa Forum Luzern. (Source: © ARNET·FOTO·GRAFIK, Christoph Arnet)

Das Europa Forum Luzern steht im Herbst 2017 unter dem Motto «Die digitale Revolution». Weshalb haben Sie diesen Schwerpunkt gewählt?

Christof Wicki: Das Thema ist aktuell. Die Unternehmen sehen sich zunehmend gezwungen, auf disruptive Entwicklungen zu reagieren, um weiter konkurrenzfähig und erfolgreich zu bleiben. Sie wollen wissen, wie das andere Unternehmen erfolgreich tun. Darüber hinaus spielt die Politik beim Thema Digitalisierung eine immer wichtigere Rolle – Stichwort digitaler Binnenmarkt –, nicht zuletzt auch in der EU. Das passt alles perfekt für ein Europa Forum.

Welche Ziele verfolgt das Europa Forum Luzern?

Wir wollen wichtige und aktuelle Fragen zum Standort Schweiz erörtern. Das Motto Wirtschaft, Wissenschaft und Politik im Dialog ist unser Leitfaden. Der Netzwerkgedanke spielt dabei eine zentrale Rolle. Interessierten Wirtschaftsvertretern wollen wir regelmässig einen hochstehenden Erfahrungsaustausch zu Europa ermöglichen. Der Förderkreis 92 verfolgt dieses Ziel zudem in einem exklusiven Community-Kreis mit zusätzlichen Veranstaltungen.

An welche Zielgruppe richtet sich die Veranstaltung?

Am Symposium der Wirtschaft nehmen primär CEOs und Verwaltungsräte von Unternehmen teil, namentlich von solchen, die in irgendeiner Form direkt oder indirekt einen Bezug zum internationalen Business haben. Mit der öffentlichen Veranstaltung richten wir uns an die interessierten Bürger der Schweiz.

Welche Herausforderungen stellen sich der Schweizer Wirtschaft in der digitalen Revolution?

Wir müssen den Fokus darauf legen, mit den besten Ländern im digitalen Gleichschritt zu bleiben. Zudem müssen wir unseren Spitzenplatz als innovatives und wettbewerbsfähiges Land in diesem Bereich verteidigen und ausbauen. Hier sind die Hochschulen, aber auch die Investitionen in Start-ups ein wichtiger Faktor. Schliesslich soll die Digitalisierung dabei hilfreich sein, Arbeitsplätze in der Schweiz zu halten und neue zu generieren.

Welche Themen erwarten die Gäste an den Executive Sessions?

Wir haben bewusst einen breiten Mix gewählt, um möglichst viele Interessenbereiche abzudecken. Die Session thematisieren die Bereiche Artificial Intelligence, Cyber Security, Digital Business, Digital Transformation und E-Commerce.

Worauf freuen Sie sich persönlich?

Ich freue mich immer auf den ganzen Event – er ist ja ein Puzzle aus mehreren verschiedenen und aufeinander abgestimmten Events. Besonders freue ich mich auf den Auftritt von Bundespräsidentin Doris Leuthard – nach 15 Jahren ist es wieder einmal der Fall, dass uns die Landesregierung am Symposium der Wirtschaft beehrt. Sonst ist der Auftritt eines Bundesrates jeweils an der öffentlichen Abendveranstaltung.

Sie haben zum Europa Forum nicht nur viele spannende Gäste, ­sondern auch Start-ups zu Pitches eingeladen. Was werden die Jungunternehmen in Luzern zeigen?

Primär lassen wir uns natürlich selbst überraschen. Das Besondere ist, dass es sich um Start-ups handelt, die bereits erfolgreich ins Unternehmertum gestartet sind und nicht noch in der ersten Entwicklungsphase stecken. Wir werden also erfahren, was mögliche Erfolgsfaktoren eines Start-ups sein können.

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