Zahlen fürs 2. Quartal 2017/18

Lenovo übernimmt Mehrheit an Fujitsus PC-Sparte

Uhr | Aktualisiert

Lenovo hat ein Joint Venture mit Fujitsu bekanntgegeben. Das chinesische Unternehmen übernimmt eine Mehrheit an Fujitsus Client-Computing-Sparte. Die Marke soll erhalten bleiben.

(Source: cubens / Fotolia.com)
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Der chinesische IT-Hersteller Lenovo hat seinen einen Kauf verkündet. Wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt, übernimmt Lenovo 51 Prozent von Fujitsus PC-Sparte "Fujitsu Client Computing". Lenovo lasse sich den Kauf mindestens 17,85 Milliarden Yen, umgerechnet rund 157 Millionen Franken, kosten.

Die Übernahme sei Teil eines Joint Ventures, mit dem die beiden Unternehmen Ressourcen zusammenlegen wollen, schreibt Lenovo. Konkret sollen Fujitsus Kompetenzen in den Bereichen Verkauf, Kundensupport, Entwicklung und Herstellung mit Lenovos globaler Präsenz verbunden werden.

Fujitsu Client Computing soll weiterhin unter diesem Namen Produkte verkaufen, heisst es in der Mitteilung. Fujitsu werde Geschäftskunden direkt oder über seine Channel-Partner beliefern und für Support und Services zuständig bleiben. Auch der aktuelle Direktor der Abteilung, Kuniaki Saito, bleibe im Amt.

In der Schweiz soll sich nichts ändern

Durch das Joint Venture seien für die Schweiz momentan keine Veränderungen geplant, sagte Fujitsu Schweiz auf Anfrage. Das Joint Venture betreffe nur Client-Geräte von Fujitsu, also Notebook PCs, Desktop PCs und damit zusammenhängende Peripheriegeräte.

"Das bisherige Vertriebsmodell von Fujitsu, das sich sowohl an Wiederverkäufer als auch an Vertriebshändler richtet, wird auch künftig für das Portfolio von Fujitsu das Hauptvertriebsmodell bleiben", schreibt das Unternehmen. "Wir erneuern unsere Verpflichtung gegenüber unseren Geschäftskunden sowie unseren Vertriebs- und Servicepartnern; es wird keine Änderungen an unseren derzeitigen Dienstleistungen und an den Partnerschaften mit ihnen geben." Ein Stellenabbau sei nicht geplant.

Auch nach Angaben von Lenovo Schweiz soll sich hierzulande nichts ändern: "Per Datum heute hat diese Ankündigung keinerlei Auswirkungen auf dem Schweizer Markt", sagte das Unternehmen auf Anfrage.

Umsatz wächst leicht

Zudem legte Lenovo die Zahlen für das zweite Quartal seines Geschäftsjahre 2017/2018 vor. Lenovo machte im vergangenen Quartal einen Umsatz von 11,8 Milliarden US-Dollar, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Das seien 5 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Lenovo habe damit von einer Erholung der PC-Verkäufe profitiert, heisst es in einem Bericht von Bloomberg. Der operative Gewinn sank von 215 auf 88 Millionen Dollar.

Die neue Strategie der drei Wellen, die Lenovo im Sommer enthüllte, sei weiter vorangetrieben worden, sagte CEO und Chairman Yang Yuanqing. "Wir haben weiterhin die höchste Profitabilität im PC-Geschäft und wuchsen im Jahresvergleich schneller als der Markt. Im Data-Center-Geschäft fasst unsere Transformation mit stärkeren Verkäufen, einer neuen globalen Channel-Struktur und mehr Wettbewerbsfähigkeit Fuss. Unsere Kehrtwende im Mobil-Geschäft ist immer noch im Gang. In den meisten Märkten konnten wir ein starkes Wachstum im Premium-Bereich verzeichnen."

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