Comparis-Umfrage

Am Onlinehandel führt kein Weg vorbei

Uhr | Aktualisiert

Comparis hat das Onlineeinkaufsverhalten in der Schweiz untersucht. Bei einer Umfrage zeigten sich Geschlechter- und Altersunterschiede.

(Source: Guy Erwood / Fotolia.com)
(Source: Guy Erwood / Fotolia.com)

Fast jeder Schweizer hat schon mal im Internet eingekauft. Das ergab eine Umfrage von Comparis mit mehr als 1000 Teilnehmern. Wie der Vergleichsdienst mitteilt, gaben 97 Prozent der Umfrageteilnehmer an, mindestens einmal im Jahr etwas in einem Onlineshop zu bestellen. 37 Prozent kauft mehr als einmal pro Monat online ein.

(Source: Comparis)

85 Prozent der Befragten geben bis zu 2000 Franken im Jahr für Onlineeinkäufe aus, bei den restlichen 15 Prozent sind es mehr als 2000 Franken. Auf Altergruppen bezogen ergibt sich folgendes Bild: 42 Prozent der 15- bis 29-Jährigen kauft jährlich für 500 bis 2000 Franken online ein. Bei den 30- bis 59-Jährigen sind es 39 Prozent. Die Altersgruppe der 60- bis 74-Jährigen hält mit den Jüngeren Schritt: 36 Prozent kauft jährlich für 500 bis 2000 Franken online ein. Bei den Ausgaben über 5000 Franken im Jahr hat die Altersgruppe der 30- bis 59-Jährigen die Nase vorne: 5 Prozent geben online über 5000 Franken aus.

"Amazon wird das nachhaltig ändern"

Der Geschlechtervergleich zeigt, dass Männer allgemein mehr Geld im Internet ausgeben. 40 Prozent der männlichen Umfrageteilnehmer gaben an, zwischen 500 und 2000 Franken jährlich im Web zu investieren, 16 Prozent zwischen 2000 und 5000 Franken. Bei den Frauen sind es 34 Prozent, die zwischen 200 bis 500 Franken ausgeben und 8 Prozent mit höheren Onlinerechnungen.

Knapp vier von fünf Onlinekäufern bestellen vor allem Bekleidung, Accessoires oder Schuhe (79 Prozent). An zweiter Stelle folgen Unterhaltungsmedien und Elektronikartikel mit 60 Prozent. Kosmetik (36 Prozent), Spielwaren und Essen/Lebensmittel (28 Prozent) liegen weit abgeschlagen dahinter. Jean-Claude Frick von Comparis sagt dazu: "Spielwaren werden eher selten online gekauft. Was vor allem daran liegt, dass es an benutzerfreundlichen Angeboten im Internet fehlt. Der erwartete Markteinstieg von Amazon in der Schweiz wird das nachhaltig ändern."

(Source: Comparis)

Die Zahlen belegten auch Klischees: Damen kaufen mehr Bekleidung und auch mehr Beautyprodukte als Männer (86 zu 72 Prozent/ 42 zu 31 Prozent). Männer bestellen dafür häufiger Elektronikartikel (71 zu 48 Prozent). Vor einem Jahr lag der Anteil Männer, die ihre Garderobe online einkaufen, erst bei 67 Prozent. Dieses Jahr liegt Bekleidung auch bei Männern auf dem ersten Platz der online gekauften Waren.

Onlinehändler geniessen hohes Vertrauen

Am beliebtesten ist auch im Web die Zahlung per Rechnung (46 Prozent). Frauen fragen mit einem Anteil von 55 Prozent häufiger nach einer Rechnung als Männer (36 Prozent). An zweiter Stelle folgt mit 36 Prozent die Kreditkarte, die vor allem bei Männern mit einem Anteil von 45 Prozent beliebter als bei Frauen ist (28 Prozent). Andere mobile Bezahlmöglichkeiten wie Paypal oder Sofortüberweisungen folgen mit 14 Prozent.

Gut für die Onlinehändler: sie geniessen das Vertrauen ihrer Kunden. Mehr als drei Viertel gab an, dass Onlineshopping sicher ist. 8 Prozent denken, es sei unsicher. Dafür nutzt die Mehrheit vor dem Kauf unterschiedliche Preisvergleichsportale bevor sie zuschlägt (62 Prozent).

Webcode
DPF8_74064

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