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Die Cloud bleibt das Zugpferd des ICT-Marktes

Uhr | Aktualisiert

Auf der Basis unseres Frühjahrs-Updates 2018 rechnen wir für das laufende Jahr mit einer Zunahme der gesamten ICT-Ausgaben (B2B) im Schweizer Markt von 3,4 Prozent oder um knapp 600 Millionen Franken auf insgesamt 17,9 Milliarden Franken.

Mittlerweile entfallen über 60 Prozent – oder anders formuliert, drei von fünf Franken – eines durchschnittlichen ICT-Budgets eines Schweizer Unternehmens auf extern bezogene Dienstleistungen. Vor 20 Jahren lag dieser Anteil bei gerade einmal rund 30 Prozent und wurde noch kaum von sogenannten Soucing-Services beherrscht. Heute wiederum sind es gerade diese von externer Seite bezogenen ICT-Betriebsleistungen, die zentralen Einfluss auf das Gesamtmarkt-Wachstum ausüben.

Allerdings hat heute die Fülle und damit Bandbreite der auf dem Markt angebotenen Dienstleistungen im Cloud-Zeitalter markant zugelegt. Waren die Dienste ehemals auf den Kern der Professional-Services wie Implementierung und Integration beschränkt, hat sich das Spektrum der heute angebotenen Portfolioleistungen deutlich verbreitert.

Ohne Cloud, keine Digitalisierung

Wir rechnen im laufenden Jahr allein im Bereich der Cloud-Professional-Services mit einer Zunahme der Ausgaben um über 22 Prozent. Und ohne die Cloud würde die Digitalisierung in all ihren Facetten kaum stattfinden. Mehr noch, die Cloud gilt als eigentlicher Katalysator der digitalen Transformation. Und je mehr die Proliferation der Digitalisierung zunimmt, je mehr werden Cloud-Dienste nachgefragt und in Anspruch genommen.

Es sind aber nicht nur die Services rund um die Wolke, die das Wachstum des gesamten ICT-Marktes antreiben. Primär sind es die Cloud-Plattformen und -Lösungen selbst, die als eigentliche Initialtreiber des Marktes gelten.

So steigen die Ausgaben für die Public- und Private-Cloud-Services im laufenden Jahr um über 27 Prozent. Dies über alle Services hinweg, das heisst, Infrastructure-as-a-Service, Software-as-a-Service und Platform-as-a-Service zusammengenommen. Hier sind es die Leistungen im Bereich der SaaS, welche die höchsten Zuwachsraten aufweisen, am meisten werden diese im Markt der kleineren und mittleren Unternehmen zulegen.

Externe Dienste legen weiter zu

Unsere laufenden Erhebungen zur Struktur der Ausgaben zeigen, dass die Ausgaben für externe Cloud und Managed Services im Bereich ICT-Infrastruktur (Schwerpunkt Server, Back-up und Datacenter-Dienste) überdurchschnittlich zulegen. Während dieser Anteil 2014 noch bei 31 Prozent lag, rechnen wir bis 2019 mit einem Anstieg auf 65 Prozent.

Insgesamt werden 2018 2,8 Milliarden Franken für Cloud-Services (Private und Public) aufgewendet, weiter entfallen zusätzliche rund 2 Milliarden Franken auf die Cloud-Professional-Services. Beides sind Teilmärkte mit Wachstumsraten von deutlich über 20 Prozent.

Damit wird das Wachstum des Marktes nicht mehr durch Ausgaben und Investitionen in eigene Infrastrukturen und Lösungsumgebungen generiert. Die Zunahme an Geldern, die nach extern fliessen, legt stärker zu als die Aufwendungen für den Eigenbetrieb. So erwarten wir im laufenden Jahr im Bereich der externen Sourcing- und Cloud-Services einen Wachstumssprung von 15 Prozent. Ohne diese Services gibt der übrige Teil der ICT-Ausgaben um 6 Prozent nach.

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