Partnerschaft

Procivis will Rohingya eine E-ID geben

Uhr | Aktualisiert

Procivis ist eine Partnerschaft mit dem Rohingya Project eingegangen. Das Schweizer E-Gov-Unternehmen will den staatenlosen Rohingya so eine elektronische Identität schaffen. Mit dieser sollen sie besseren Zugang zu Wirtschaft und Gesellschaft erhalten.

(Source: johan63 / iStock.com)
(Source: johan63 / iStock.com)

Procivis hat eine Partnerschaft mit der NGO "Rohingya Project" bekanntgegeben. Das Ziel der Kooperation bestehe darin, den weltweit 3,5 Millionen Rohingya eine elektronische Identität zu geben und diese so finanziell und sozial besser zu integrieren, schreibt das Schweizer E-Gov-Unternehmen in einer Mitteilung. Als Rohingya wird eine bestimmte Bevölkerungsgruppe in Myanmar bezeichnet.

Im Rahmen der Partnerschaft stelle Procivis seine "eID+"-Blockchain-Plattform zur Verfügung und kombiniere diese mit einem vom Rohingya Project entwickelten Verifizierungsprozess, um die staatenlose Rohingya-Bevölkerung mit einer "vertrauenswürdigen Identität" auszustatten. So erhielten die Rohingya Zugang zu Finanz- und öffentlichen Dienstleistungen, heisst es in der Mitteilung.

Um die Identität von Angehörigen der Rohingya zu überprüfen, habe die NGO einen fünfstufigen Identifikationsprozess entwickelt, schreibt Procivis weiter. Im Rahmen der Zusammenarbeit werde dieser Prozess in die von Procivis lancierte eID+-Plattform integriert. Für Procivis sei die Partnerschaft die erste Non-Profit-Initiative.

Elektronische Identität für staatenlose Menschen

"Es freut uns sehr zu sehen, wie unsere Technologie dabei helfen kann, einige der dringenden Probleme der Rohingya zu lösen", kommentiert Procivis-Gründer und CEO Daniel Gasteiger die Partnerschaft in der Mitteilung.

Die Zusammenarbeit sei für Procivis ein wertvoller Praxistest. "Mit dem Einsatz unserer Lösung in diesem Kontext sammeln wir wichtige Erfahrungen in der Umsetzung von elektronischen Identitätslösungen für Bevölkerungen, die nicht auf eine vertrauenswürdige, staatliche Identität zählen können", so Gasteiger weiter.

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