Accenture Technology Vision 2017

Was CIOs unter den Nägeln brennt

Uhr | Aktualisiert

Accenture hat über 5000 CIOs und Führungskräfte befragt, was zuoberst auf ihrer Agenda steht. Heraus kamen fünf Entwicklungen, mit denen sich IT-Leiter beschäftigen sollten.

(Quelle: Fotolia)
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Das Beratungsunternehmen Accenture hat über 5000 IT-Manager und Führungskräfte befragt, mit welchen Entwicklungen sie rechnen. Aus den Interviews leiteten die Analysten von Accenture fünf grosse Trends ab, mit denen sich CIOs dieses Jahr beschäftigten sollten.

Künstliche Intelligenz wird das neue User Interface

Künstliche Intelligenz (KI) wird in immer mehr Bereichen zum Einsatz kommen. Die Technik ermöglicht gemäss den Studienautoren die einfache und intelligente Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Künftig werde KI zum neuen User Interface, das unseren Umgang mit virtuellen Systemen von Grund auf verändern werde.

97 Prozent der von Accenture befragten Experten sind der Ansicht, dass KI die Art und Weise, wie ihr Unternehmen neue Erkenntnisse über Kunden gewinnt und mit ihnen interagiert, revolutionieren werde.

Design für den Menschen

Viele der befragten Manager schätzen, dass sich die Technik unseren Verhaltensweisen unterordnen werde. Und nicht nur das. Technische Produkte werden unsere Gewohnheiten lernen und Anwender im Alltag unterstützen, wie Accenture weiter schreibt. Vier von fünf befragten Führungskräften gaben gegenüber den Analysten an, dass Unternehmen sich zukünftig noch stärker an den Wünschen ihrer Kunden orientieren müssten.

Portale für freie Mitarbeiter gewinnen an Bedeutung

Immer mehr Unternehmen rekrutieren freie Mitarbeiter über Jobplattformen. 85 Prozent der Führungskräfte planen, in den kommenden zwölf Monaten noch stärker auf freie Mitarbeiter in ihrem Unternehmen zu setzen.

Ein weiterer Trend sind IT-basierte Werkzeuge für die ortsunabhängige Zusammenarbeit von Mitarbeitern. Diese Entwicklungen führen gemäss der Studie dazu, dass immer mehr Unternehmen ihre traditionellen Hierarchien auflösen und durch Online-Marktplätze für freie Mitarbeiter ersetzen. Die Autoren werten dies als eine der grössten Veränderungen in der Organisationsweise von Unternehmen seit der industriellen Revolution.

Vom Ökosystem zum digitalen Neuland

Die Plattform-Ökonomie zwinge Unternehmen dazu, ihre Geschäftsmodelle zu überdenken. Gemäss der Umfrage reicht eine Plattformstrategie allein nicht mehr aus. Stattdessen sei ein Ökosystem-Ansatz gefragt. Dieser könne Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. 27 Prozent der Umfrageteilnehmer gehen davon aus, dass digitale Ökosysteme die Wertschöpfung in ihrem Unternehmen von Grund auf verändern werden.

In einer digitalen Wirtschaft, in der Ökosysteme eine prominente Rolle einnehmen, sollten Unternehmen bereit sein, sich auf neues Terrain vorzuwagen. Bisherige Denkweisen müssten abgelegt werden, schreiben die Autoren. Die Herausforderung bestehe darin, nicht mehr nur Produkte und Services zu entwickeln.

Zusätzlich müssten Entscheider bereits heute Regeln und Standards für neue Geschäftsfelder etablieren, deren Entstehen sich durch die Digitalisierung gerade erst abzeichnen. Drei Viertel der befragten Führungskräfte (74 Prozent) sind laut Studie der Ansicht, dass ihr Unternehmen künftig komplett neue digitale Geschäftsfelder erschliessen werden.

Grösster Umbruch seit Beginn des Informationszeitalters

"Die Geschwindigkeit des technologischen Wandels ist atemberaubend. Wir erleben derzeit den grössten Umbruch seit dem Beginn des Informationszeitalters", kommentiert Marc Zollinger, Leiter Technology bei Accenture Schweiz, die Studie.

Zollinger weist auch auf die gesellschaftlichen Auswirkungen hin. Je stärker Technik die Bereiche Arbeit und Privatleben verändere, desto grösser seien die gesellschaftlichen Herausforderungen, die damit einhergingen.

Die Entwicklung eröffne aber auch neue Möglichkeiten. Zollinger blickt daher optimistisch in die Zukunft: "Wir sind zuversichtlich, dass Führungspersönlichkeiten in Wirtschaft und Gesellschaft ihrer Verantwortung gerecht werden und den positiven Einsatz dieser neuen Technologien sicherstellen."

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