Die Zukunft des Arbeitsplatzes

Digitalisierung schafft neues Business-Zeitalter

Uhr | Aktualisiert

Die digitale Transformation verändert nicht nur die gängigen Businessmodelle und Geschäftsprozesse, sondern in grossem Masse auch das Wie, Womit und Wo unseres Schaffens und damit unseren gewohnten Arbeitsplatz.

Die Transformation des Arbeitsplatzes in die neue digitalisierte Ära umfasst mehr als die "Mobilmachung" des traditionell fixen Arbeitsplatzes. Es geht wesentlich über die Implementierung einer Homeoffice-Regelung oder des mobilen Arbeitens mit Smartphones und Notebooks hi­naus. Der künftige Arbeitsplatz in einer digitalisierten Welt ist eingebettet in ein neues Business-Zeitalter, in dem sich alles um Tempo, Reaktionszeiten, Innovation und Agilität dreht. Und die moderne Ausstattung der Arbeitsplätze mit den entsprechenden Devices, Technologien und Lösungen wird über die Aktions- und Bewegungsfreiheit, die Zusammenarbeit und Kommunikation der Mitarbeiter mitentscheiden.

Der Kampf um Kunden wird über erstklassige Produkte, exzellenten Customerservice und Kundennähe entschieden. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Neu ist, dass zu dieser Formel eine vierte Dimension hinzukommt, die in Zukunft grosses Gewicht auf das Ergebnis haben wird: die Zeit. Um auf Veränderungen an der Kunden- und Marktfront wettbewerbsentscheidend und erfolgreich zu reagieren, sind die Unternehmen auf kurze Entscheidungswege und -grundlagen angewiesen. Und hier kommt dem Arbeitsplatz und letztlich dem Mitarbeiter und seiner Biz-Fitness eine Schlüsselrolle zu.

Steigende Ausgaben im Workplace- und Mobility-Bereich

Die Erkenntnis über die Bedeutung und Rolle des künftigen Arbeitsplatzes hat bei einer Vielzahl von Unternehmen höhere Budgets und neue Projekte im Workplace-Bereich zur Folge. Wir gehen davon aus, dass im laufenden Jahr 12 Prozent mehr Gelder in die Umsetzung ­neuer Projekte im Workplace- und Mobility-Bereich aufgewendet werden als noch 2017. Die Ausgaben umfassen dabei die Beschaffung entsprechender Devices und Produkte (Notebooks, Tablets, Smartphones etc.), die Spendings für Mobile-Apps und -Lösungen (vorab für UCC-Anwendungen), Integrations- und Implementierungsleistungen, Connectivity, Betrieb der Infrastruktur, Sicherheit, den Support und die Maintenance und nicht zuletzt die Schulung und das Training.

Noch nicht erfasst haben wir im Rahmen unserer Erhebungen und Marktbeobachtungen den Einzug der künstlichen Intelligenz (KI) respektive diesbezügliche Aufwendungen. Für KI-Anwendungen und Robotics (Bots) bietet der "Future Workplace" immenses Potenzial. Bei der Prozessoptimierung können entsprechende Bots dem Mitarbeiter viele Routineaufgaben abnehmen, wie etwa die Organisation und Vorbereitung von Meetings, die Aufbereitung von Entscheidungsgrundlagen (Analytics) und vieles mehr.

Der Arbeitsplatz der Zukunft bietet die Möglichkeit, orts- und zeitunabhängig auf Informationen und Anwendungen zuzugreifen, was grossen Einfluss auf die Organisation, Prozesse und Kultur der Unternehmen hat. Den "Future Workplace" und dessen erfolgreiche Realisierung nur auf den Technologieeinsatz zu reduzieren, wäre zu kurz gegriffen. Entscheidender Faktor bleibt die natürliche Intelligenz – der Mensch. Und die Bereitschaft, den Absprung aus einer ausschliesslich traditionellen, klassischen Arbeitsumgebung in eine neue Workplace- und Workspace-Welt zu schaffen.

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