Künstliche Intelligenz führt noch ein Schattendasein

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Ganz am Anfang stehen wir in der Schweiz mit Blick auf die künstliche Intelligenz nicht mehr, ganz gewiss nicht. Wir leben in einem der innovativsten Länder der Welt, eine ganze Reihe von Unternehmen aus der Banken-,­Versicherungs-, ­Telekombranche und Industrie investiert bereits in Projekte der künstlichen Intelligenz. Wirft man jedoch einen Blick auf die Resultate einer neuen Studie von MSM Research zum Schweizer Markt für künstliche Intelligenz, so stellt man fest, dass sich erst ein ­geringer Teil der Unternehmen konkret mit dem Thema befasst.

Was genau verbirgt sich hinter dem Begriff der künstlichen Intelligenz (KI), worin unterscheidet sie sich von menschlicher Intelligenz? Thematisch wird sie von den befragten Unternehmen auch als Teilbereich des Umbrellabegriffs der Digitalisierung verstanden, zu dem auch Themen wie Blockchain, Augmented / Virtual Reality, Robotics, Internet der Dinge oder Deep Learning gezählt werden.

Intelligente Maschinen können nicht mehr, als der Mensch auch kann. Aber sie können es schneller und genauer: analysieren, verstehen, bewerten und Lösungen vorschlagen. Und es ist mehr als die reine Automatisierung bestehender Aufgaben und Vorgänge, dies können Maschinen und Programme schon seit geraumer Zeit. Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass intelligente Maschinen und Programme in der Lage sind, auf der Basis riesiger Datenmengen zu lernen und sich laufend zu verbessern. Vielleicht wird es in ferner Zukunft einer künstlichen Intelligenzform einmal möglich sein, sich selbst punktgenau zu definieren ...

KI wird kein Hype bleiben

Als Hypethema ist die KI seit geraumer Zeit im Markt angekommen, und alle Zeichen der aktuellen Entwicklung deuten darauf hin, dass sie nicht als Hype enden und sich dabei eine blutige Nase holen wird, sondern sich in den kommenden Jahren als ein auf breiter Basis rasch wachsender Markt materialisieren wird. Es sind zwar heute lediglich 8 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen, die sich mit dem Thema konkret befassen.

Für viele der befragten Unternehmen ist die Zeit noch nicht reif, um sich mit KI tiefer zu beschäftigen respektive einzusteigen. Aber bereits in drei Jahren steht die KI für die Verantwortlichen an erster Stelle der Agenda der ICT-Themen. Damit hat sie das Momentum, in den kommenden Jahren zum Game Changer und zu einer der kommenden Kerntechnologien zu werden.

Die Wahl des Partners ist entscheidend

Wie in anderen Bereichen der digitalen Transformation und kommenden Kerntechnologien stellt sich für viele Unternehmen immer wieder die gleiche Frage: Wie können aus den kreativen Ideen und ersten Lösungsansätzen praktische, wettbewerbsfähige und kommerziell sinnvolle Business Cases realisiert werden? Die künftige Monetarisierung und Nutzbarmachung der KI lässt sich nicht ausschliesslich mit entsprechenden Plattformen realisieren, sondern sie sind auf ein umfassendes Ökosystem (Hochschulen, Forschungsinstitute, Dienstleister, Berater) angewiesen. KI bietet ein grosses Potenzial und den oftmals entscheidenden Wettbewerbsvorteil, rascher und individueller auf Veränderungen des Marktes und Kundenverhaltens reagieren zu können. Bei der Realisierung entsprechender Projekte wird die Wahl der Partner zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor auf dem Weg in die Welt der künstlichen Intelligenz.

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