Kautionsanhörung am Freitag

Huawei-Finanzchefin in Kanada verhaftet

Uhr | Aktualisiert

Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou ist am 1. Dezember verhaftet worden. Sie soll das US-Handelsembargo verletzt haben. Die Verhaftung könnte nur die Spitze des Eisbergs sein – weltweit stösst der chinesische Konzern schon seit geraumer Zeit auf Widerstand.

(Source: Niu Niu / unsplash.com)
(Source: Niu Niu / unsplash.com)

Die Finanzchefin von Huawei wurde in Kanada festgenommen. Meng Wanzhou, die Tochter von Huawei-Gründer Ren Zhengfei, sei bereits seit dem 1. Dezember in Haft. Auf Freitag den, 7. Dezember, sei eine Kautionsanhörung angesetzt. Wie ein Sprecher des kanadischen Justizministeriums, laut "Spiegel Online" bestätigte, drängen die USA auf die Auslieferung der Managerin. Laut der kanadischer Zeitung "The Globe and Mail" werde ihr vorgeworfen, das US-Handelsembargo gegen den Iran verletzt zu haben.

China bezeichnet die Verhaftung als Fehler und fordert die Freilassung von Meng Wanzhou, wie die chinesische Botschaft in Kanada mitteilt. Am Donnerstag bestätigte Huawei die Verhaftung. Dem Konzern sei kein Fehlverhalten der Managerin bekannt.

Wie die "NZZ" berichtet, handelt es sich bei der Verhaftung um nur einer von vielen Fällen, in denen das Unternehmen im Westen auf Widerstand stösst. In Australien und Neuseeland sollen die Regierungen den Konzern von der Mitarbeit beim Aufbau der 5G-Infrastruktur ausgeschlossen haben, in den USA würden sie bereits aus den meisten Geschäften ausgeschlossen werden und in Grossbritannien wolle der britische Telko BT Group die Ausrüstung des chinesischen Konzerns aus bereits existierenden 3G- und 4G-Netzen entfernen. In der Schweiz gäbe es bisher kaum Vorbehalte gegenüber Huawei – hierzulande kooperiert Sunrise mit dem Konzern an 5G-Netzwerken.

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