Focus PWA

Die App der nächsten Generation

Uhr | Aktualisiert
von Raphael Ritter, Senior Consultant & Partner, 2bit

Progressive Web Apps (PWAs) sind optimierte Webseiten, die spezifisch programmierte Apps überflüssig machen. Mit einer PWA schaffen es KMUs deutlich einfacher als bisher auf die Mobilgeräte ihrer Kunden. Mehrfach-Programmierung, teure Werbung und lange Ladezeiten gehören der Vergangenheit an.

Raphael Ritter, Senior Consultant & Partner, 2bit. (Source: zVg)
Raphael Ritter, Senior Consultant & Partner, 2bit. (Source: zVg)

Schafft es ein KMU, eine App auf dem Smartphone seines Kunden zu installieren, so bietet dies vielfältige Möglichkeiten, auf das Angebot aufmerksam zu machen. So manche Marketingabteilung beisst sich jedoch genau an dieser Aufgabe die Zähne aus.

Ist die App marktreif, muss sie in zwei App-Stores (iOS und Android) hochgeladen und teuer beworben werden. Wird die App tatsächlich gefunden, folgt die nächste Hürde: die Installation auf dem Smartphone. Dauert diese zu lange oder benötigt die App zu viel Speicherplatz, wird der Vorgang abgebrochen. Viele Nutzer springen ab, bevor sie überhaupt mit den Vorteilen der App vertraut sind.

Absprungraten und Kosten reduzieren sich

Mit einer Progressive Web App läuft vieles einfacher: Ruft der Benutzer eine als PWA implementierte Webseite auf, wird er automatisch gefragt, ob die Seite auf seinem Endgerät gespeichert werden darf. Stimmt der Nutzer zu, hat es das KMU bereits auf dessen Smartphone oder das Tablett geschafft. Und dies mit deutlich tieferen Absprung­raten und Entwicklungs- und Werbekosten.

Die PWA wurde bereits 2015 von Google entwickelt und vorgestellt. 2018 begann dann auch Apple, das Feature zu implementieren und im Safari-Browser zu unterstützen. Seither hat sich die PWA gut etabliert, ist technisch aus­gereift, und immer mehr Kunden springen auf den PWA-Zug auf.

Vorteile von Progressive Web Apps

  • Tiefe Absprungraten.

  • Herkömmliche (native) Apps müssen speziell für ein bestimmtes Betriebssystem (iOS, Android) entwickelt werden. Dies erübrigt sich bei einer PWA.

  • Spezialangebote oder Neuheiten können dem Endkunden über Push-Nachrichten kommuniziert werden.

  • Da PWAs normale Webseiten sind, werden sie von Suchmaschinen gefunden.

  • Die PWA beansprucht nur wenig Speicherplatz auf dem Smartphone.

  • Eine PWA funktioniert auch offline.

Nachteile von Progressive Web Apps

  • Zugriff auf gerätespezifische Features wie etwa Kontakte und Kalender der Nutzer sind nicht möglich.

  • Die App muss gratis zur Verfügung gestellt werden.

  • Einzelne Features, wie Push-Schnittstellen, werden von iOS noch nicht unterstützt.

PWAs sind schneller

Besonders für Apps mit wechselnden Inhalten und viel Kommunikation mit einem Server bieten PWAs Vorteile bei Geschwindigkeit und Ladezeiten. Zu empfehlen sind PWAs für E-Commerce-Lösungen und Onlineshops. Für Spiele oder Bildbearbeitung mit grösseren Hardwareanforderungen sind PWAs derzeit ungeeignet.

Webcode
DPF8_134040

Kommentare

« Mehr