Schweizer Angestellte greifen zunehmend zur KI - und scheren sich wenig um Richtlinien
Laut einer Studie von KPMG nutzt die Mehrheit der Schweizer Erwerbstätigen künstliche Intelligenz in ihrem beruflichen Alltag. Dabei ignorieren Angestellte jedoch oft interne Richtlinien, überprüfen Ergebnisse nicht und geben KI-generierte Inhalte als eigene aus.
65 Prozent der erwerbstätigen Schweizerinnen und Schweizer nutzen regelmässig künstliche Intelligenz. Zu diesem Schluss kommt die Studie "Trust, attitudes and use of artificial intelligence: A global study 2025", die KPMG in Zusammenarbeit mit der Universität Melbourne durchgeführt hat. Die Erhebung fand zwischen November 2024 und Januar 2025 unter 48 000 Personen in 47 Ländern statt und bietet einen detaillierten Einblick in die weltweite Nutzung und Wahrnehmung von KI.
Verbreitete Nutzung im beruflichen Umfeld
In der Schweiz verwenden demnach 77 Prozent der Befragten KI im beruflichen Kontext - deutlich mehr als der weltweite Durchschnitt von 58 Prozent. Gemäss Studie steht diese hohe Nutzung jedoch im Kontrast zur geringen Kontrolle: Über die Hälfte der Nutzenden räumen ein, KI entgegen den Unternehmensrichtlinien einzusetzen, etwa indem sie sensible Daten in frei zugängliche KI-Tools hochladen.
Riskantes Verhalten trotz mässigem Vertrauen
Trotz der weiten Verbreitung bleibe das Vertrauen in KI moderat, stellt KPMG fest. In der Schweiz gibt nur jede zweite befragte Person an, der künstlichen Intelligenz zu vertrauen. Die Ergebnisse zeigen zudem ein weiteres Paradox im Verhalten der Schweizer Arbeitskräfte: Fast drei Viertel der Befragten würden die von KI erzeugten Inhalte nicht überprüfen, obwohl 63 Prozent bereits Fehler in ihrer Arbeit festgestellt hätten, die auf KI-Nutzung zurückzuführen seien. Ausserdem geben laut Studie 69 Prozent KI-generierte Inhalte als ihre eigene Arbeit aus.
Noch unzureichende Schulung
KPMG sieht in diesen Ergebnissen Hinweise auf mangelnde Aufklärung. Zwar halten sich 57 Prozent der Befragten für fähig, KI effektiv einzusetzen, aber weniger als die Hälfte habe jemals eine spezifische Schulung zum Thema künstliche Intelligenz erhalten.
Unzureichende Schulungen sowie mangelnde KI-Richtlinien in Unternehmen sind der Grund, warum das Risiko von Schatten-KI steigt, wie eine weitere Umfrage von Qualtrics zeigt. Lesen Sie hier mehr darüber.
Allgeier Schweiz verlagert People Sourcing in neue Firma
ISE 2026: PPDS zeigt die volle Bandbreite seines Display-Angebots
Happy Valentine's Day
Das sind die beliebtesten IT-Arbeitgeber der Schweiz
Chiral sammelt 12 Millionen US-Dollar für neue Chip-Technologie
Sichere Netzwerke – das Fundament für das KI-Zeitalter
Wie die SCSD 2026 digitale Souveränität sichtbar, vergleichbar und erlebbar machen
Apple schliesst bereits ausgenutzte Sicherheitslücke in Dynamic Link Editor
Unternehmensportrait und Statement