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Connectivity hat Top-Priorität – ohne Vernetzung läuft es nicht

Uhr | Aktualisiert

Die Digitalisierung hält Einzug im Gesundheitswesen. Wie unsere Studie zum Thema "E-Health und ICT im Schweizer ­Gesundheitswesen" aufzeigt, erfasst die digitale Transformation zunehmend sowohl die Leistungserbringer als auch die Patienten. Ein wichtiger Generator für neue Projekte ist dabei sicherlich die gesetzlich vorangetriebene Planung und Einführung des elektronischen Patientendossiers.

Es wäre falsch und zu kurz gegriffen, das Thema der Digitalisierung im Gesundheitswesen nur auf das elektronische Patientendossier EPD zu reduzieren. Aus den Fachbereichen ebenso gefördert werden derzeit unter anderem auch das Klinikinformationssystem (KIS), die Vernetzung, Mobilität und Geschäftsprozessanwendungen. Bei der Umsetzung entsprechender Lösungen spielt die Informatik eine zentrale Rolle.

Mit Blick auf die formulierten Zielsetzungen, die mit einer E-Health-Strategie und der Digitalisierung verfolgt werden sollen, stehen zwei Kernthemen im Mittelpunkt:

1. Die Optimierung der Prozesse durch Verschlankung des Verwaltungsaufwandes, verbesserte Kommunikation und höhere Transparenz hinsichtlich der Abläufe sowie Geschäfts- und Patientendaten.

2. Die Betreuung des Patienten mit dem Ziel rascher und gezielter zu reagieren, die Reaktionszeiten zu verkürzen, insgesamt den Individualisierungsgrad der Betreuung zu erhöhen.

Die Voraussetzung dafür bildet eine durchgängig digitalisierte Prozesswelt, welche die Konvergenz der Daten von allen beteiligten Stellen und Partnern im Ökosystem des Gesundheitswesens erfordert: angefangen beim Hausarzt, über die Klinik, die Apotheke bis zum Physiotherapeuten. Hier besteht aber noch viel Handlungsbedarf, so sind etwa erst knapp die Hälfte der Spitäler mit Ärzten oder auch nur ein Viertel mit der Spitex vernetzt.

In vielen der befragten Spitäler und Kliniken stehen deshalb Vernetzungsprojekte zusammen mit dem Thema Sicherheit an oberster Stelle der aktuell geplanten Vorhaben. Nur mit einer durchgängigen Erreichbarkeit aller Beteiligten sowie dem medienbruchfreien Austausch und der Zusammenführung aller Patientendaten können die Effizienz, Agilität und Reaktionszeit gesteigert respektive weiter verbessert werden.

Die Vision einer personalisierten Gesundheit und individualisierten Patientenbetreuung wird nicht ohne eine Optimierung der Vernetzung und Abläufe zu realisieren sein. Connectivity hat Top-Priorität.

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DPF8_98623

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