Datenpanne an der Uni Basel
Die Neue Zürcher Zeitung hat heute eine Datenpanne an der Uni Basel aufgedeckt. Vertrauliche Bewerbungsdokumente waren versehentlich der Öffentlichkeit zur Einsicht freigegeben worden.

Eine simple Google-Suche führte zu vertraulichen Bewerbungsunterlagen, die im Zusammenhang mit Professurauschreibungen an der Universität Basel stehen. Dies berichtet die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) auf ihrer Website. Aufgefallen war die Panne einem Betroffenen, der bereits am 12. März auf Bewerbungsdokumente gestossen war, die er für eine offene Professorenstelle an der philosophisch-historischen Fakultät eingereicht hatte.
Über 1'500 vertrauliche Dokumente
Das Problem sah wie folgt aus: Über eine Seite des Englischen Seminars der Basler Hochschule waren die vertraulichen Bewerbungsdokumente einsehbar. Wer eines anklickte, gelangte auf ein Verzeichnis, wo insgesamt 1526 weitere Dateien frei einsehbar waren. Man konnte diese ausserdem "bequem durchstöbern und herunterladen", schreibt die NZZ.
Unter den Dokumenten hätten sich nebst Bewerbungsschreiben und Lebensläufen auch heikle Informationen bezüglich familiärer Situation oder Drittmittelprojekten befunden. Ausserdem seien viele der Bewerber bereits an anderen Universitäten engagiert und deshalb wohl sehr unglücklich darüber, dass ihre aktuellen Arbeitgeber nun von ihren Bewerbungen in Basel wüssten, erklärt die NZZ in ihrem Artikel weiter.
Ursache ist fehlerhafte Datenmigration
Der Grund für die Panne war laut Erkenntnissen der Universität ein Fehler bei der Migration von Servern der Hochschule auf eine aktuelle Software. Zuvor geschützte Verzeichnisse wurden dadurch aus Versehen freigegeben, wobei der Fehler zunächst unentdeckt blieb und die Daten wohl für über zwei Wochen von Ende Februar bis Mitte März frei zugänglich waren.
Nachdem die Universität über das Problem informiert worden war, sperrte sie umgehend den Zugang zu den Dossiers und dem Verzeichnis. Ausserdem stellte die Hochschule 1'526 Einzelanträge an Google zur Löschung von Kopien der Dateien, die immer noch im Netz zu finden waren.
Noch nicht alle Betroffenen informiert
Laut Aussagen eines Sprechers der Uni Basel, den die NZZ zitiert, sind bis Freitag erst 20 Betroffene informiert worden. Nach wie vor seien noch nicht alle Opfer der Panne eruiert. Dies solle aber in den nächsten Tagen erledigt werden. Insgesamt könnten mehrere hundert Personen vom Datenleck betroffen gewesen sein, so die Uni.

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