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08.02.2016 11:00 (Christoph Grau)
Erhebung von EY

Fintech-Start-ups fehlt es vor allem an Geld

(Quelle: Fotolia)
Die Start-up-Szene in der Schweiz floriert. Fintech-Start-ups werden laut einer Studie von EY aber eher stiefmütterlich behandelt. Es fehlt vor allem an Risikokapital.

Die Schweiz ist einer der wichtigsten Finanzplätze der Welt. Auch wenn die Region Zürich in den letzten Jahren etwas an Bedeutung verloren hat. Der Finanzplatz rangiert noch immer unter den Top 10 der Welt, wie im Swiss Fintech Report 2016 von EY (ehemals Ernst & Young) zu lesen ist.

Im Bereich der neuen Fintech-Unternehmen mischt die Schweiz laut der Studie aber noch nicht ganz vorne mit. Zentren wie London, Singapur und New York, wie auch das Silicon Valley, sind schon deutlich weiter.

Wo die Schweiz hinterherhinkt

Im Vergleich mit den Fintech-Zentren London, Singapur und New York muss sich die Schweiz bei Aspekten wie Ausbildung und wirtschaftlicher Stabilität nicht verstecken. Hierzulande gebe es sehr gute Hochschulen und auch das Finanz-Know-how gilt als sehr umfangreich. Hingegen bekommt die Schweiz in der Studie von EY in den Bereichen Finanzierung und Unterstützung durch die Regierung schlechte Noten.

Anders als in London oder Singapur nutze der Schweizer Staat kaum spezielle Förderinstrumente um Fintech-Unternehmen zu fördern. Einzig der Schweizerische Nationalfonds bietet einen Ansatzpunkt. Die Studienautoren bemängeln die fehlende Unterstützung von staatlicher Seite auch deshalb, da auch von der Unternehmensseite zu wenig für die Förderung getan werde.

Noch gravierender ist für die Autoren die Finanzierungsfrage. Zwar sei in der Schweiz sehr viel Geld vorhanden, die Fintechs hätten aber nur geringen Zugang zu diesen Ressourcen. Beispielsweise flossen 2014 470 Millionen Franken in Schweizer Start-ups. Davon gingen aber nur etwa 8 Prozent an Fintechs, was für einen Finanzplatz wie die Schweiz zu wenig sei.

Weiterhin hoben die Autoren hervor, dass zwar jedes zweite finanzierte Start-up im ICT-Umfeld aus dem Bereich Fintech kam, diese aber nicht einmal 20 Prozent des Geldes erhielten. Im Schnitt entfielen nur 1,8 Millionen Franken auf eine Finanzierungsrunde, deutlich weniger als in anderen Bereichen. Zum gleichen Ergebnis kam die IG Bank Schweiz in einer Erhebung Ende 2015.

Es entwickelt sich langsam

Die Autoren betonen, dass sich seit 2015 sehr viel im Bereich Fintech in der Schweiz getan hat. Initiativen wie Finance 2.0, Meetup Zurich and Geneva, Fintech 2015 Boost Innovation und Digital Zürich 2025 hätten viel in Bewegung gesetzt.

Auch seien viele neue Inkubatoren und Förderprogramme entstanden. Die Autoren zeigten sich daher zuversichtlich, dass die Schweiz mit dem vorhandenen Finanz-Know-how den Abstand aufholen könne. Eine solide Basis sei gelegt.

Die Schweiz ist einer der wichtigsten Finanzplätze der Welt. Auch wenn die Region Zürich in den letzten Jahren etwas an Bedeutung verloren hat. Der Finanzplatz rangiert noch immer unter den Top 10 der Welt, wie im Swiss Fintech Report 2016 von EY (ehemals Ernst & Young) zu lesen ist.

Im Bereich der neuen Fintech-Unternehmen mischt die Schweiz laut der Studie aber noch nicht ganz vorne mit. Zentren wie London, Singapur und New York, wie auch das Silicon Valley, sind schon deutlich weiter.

Wo die Schweiz hinterherhinkt

Im Vergleich mit den Fintech-Zentren London, Singapur und New York muss sich die Schweiz bei Aspekten wie Ausbildung und wirtschaftlicher Stabilität nicht verstecken. Hierzulande gebe es sehr gute Hochschulen und auch das Finanz-Know-how gilt als sehr umfangreich. Hingegen bekommt die Schweiz in der Studie von EY in den Bereichen Finanzierung und Unterstützung durch die Regierung schlechte Noten.

Anders als in London oder Singapur nutze der Schweizer Staat kaum spezielle Förderinstrumente um Fintech-Unternehmen zu fördern. Einzig der Schweizerische Nationalfonds bietet einen Ansatzpunkt. Die Studienautoren bemängeln die fehlende Unterstützung von staatlicher Seite auch deshalb, da auch von der Unternehmensseite zu wenig für die Förderung getan werde.

Noch gravierender ist für die Autoren die Finanzierungsfrage. Zwar sei in der Schweiz sehr viel Geld vorhanden, die Fintechs hätten aber nur geringen Zugang zu diesen Ressourcen. Beispielsweise flossen 2014 470 Millionen Franken in Schweizer Start-ups. Davon gingen aber nur etwa 8 Prozent an Fintechs, was für einen Finanzplatz wie die Schweiz zu wenig sei.

Weiterhin hoben die Autoren hervor, dass zwar jedes zweite finanzierte Start-up im ICT-Umfeld aus dem Bereich Fintech kam, diese aber nicht einmal 20 Prozent des Geldes erhielten. Im Schnitt entfielen nur 1,8 Millionen Franken auf eine Finanzierungsrunde, deutlich weniger als in anderen Bereichen. Zum gleichen Ergebnis kam die IG Bank Schweiz in einer Erhebung Ende 2015.

Es entwickelt sich langsam

Die Autoren betonen, dass sich seit 2015 sehr viel im Bereich Fintech in der Schweiz getan hat. Initiativen wie Finance 2.0, Meetup Zurich and Geneva, Fintech 2015 Boost Innovation und Digital Zürich 2025 hätten viel in Bewegung gesetzt.

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