Moneycab: Tamedia dementiert, Goldbach klagt

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Die Meldung im Netzticker vom vergangenen Dienstag, wonach Tamedia laut Geschäftsbericht Goldbach Media für den Verkauf ihrer 33,3 Prozent Beteiligung an der Finanzplattform Moneycab, 3,3 Millionen Franken bezahlt haben soll, sorgte gestern für einigen Wirbel. Inzwischen dementierte Tamedia die Zahlung des Betrages mit einer mehr als peinlichen Begründung: Es habe sich um einen Druckfehler im Geschäftsbericht gehandelt. Zum einen handle es sich um 3,6 Millionen Franken und zum anderen sei die Formulierung bezahlt“ falsch. Es habe sich um den Anteil der Tamedia am aufgelaufenen Verlust gehandelt. Zur Erinnerung: Moneycab wurde im vergangenen Jahr als gemeinsames Unternehmen von Credit Suisse, Bluewin und Tamedia lanciert . An zusätzlicher Brisanz hat nun die Affäre durch die Tatsache gewonnen, dass beim Verkauf“ von Moneycab an Goldbach Media ein Stillhalteabkommen unterzeichnet worden war. Goldbach-Pressesprecher Paul Riesen bestätigt dann auch auf Anfrage des Netztickers, dass ein Vertragsbruch vorliege und rechtliche Schritte eingeleitet worden seien. Dies wiederum dürfte den Verdacht nahelegen, dass der im Tamedia-Geschäftsbericht publizierte Sachverhalt nicht ganz falsch sein kann. Schliesslich lässt sich ein Druckfehler nicht wirklich einklagen. Dazu Riesen: Es spielt keine Rolle, ob der Sachverhalt richtig oder falsch wiedergegeben wurde. Die Tatsache, dass überhaupt eine Aussage gemacht wurde, ist schon Vertragsbruch.“ Von Tamedia war bis zum Redaktionsschluss des Netztickers niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.