Carol Bartz: "Yahoo hat mich gerade am Telefon gefeuert"
Carol Bartz, CEO von Yahoo wurde per sofort gefeuert. Tim Morse wurde als Interims-Chef ernannt bis ein dauerhafter Nachfolger gefunden ist.
Konzernchefin Carol Bartz wurde vom Führungsgremium des Internet-Konzerns Yahoo mit sofortiger Wirkung gefeuert. Sie wurde 2009 zum CEO ernannt. Der Konzern erklärte am Dienstag, dass als Interims-Chef Tim Morse ernannt worden ist, und die Suche nach einem dauerhaften Nachfolger umgehend starte.
"Ich bin sehr traurig, euch mitteilen zu müssen, dass mich Yahoo's Verwaltungsratspräsident gerade am Telefon gefeuert hat", zitierte der US-Fernsehsender CNN auf seiner Internetseite aus der E-Mail. "Es war mir ein Vergnügen, mit euch zu arbeiten und ich wünsche euch für die Zukunft alles Gute." Dies habe die 62-Jährige per E-Mail den Angestellten mitgeteilt.
Gleichzeitig habe Yahoo ein neues Executive Leadership Council gegründet. Damit soll die strategische Ausrichtung überprüft werden, und wird von diversen Top-Managern geführt. So soll sich der Konzern besser gegen die Konkurrenz wie Google oder Facebook durchsetzten können.
Der Verwaltungsrat dankte Bartz für Ihre Dienste. Sie hatte die Kosten senken können und so wuchs der Gewinn des Konzerns um elf Prozent auf 237 Millionen Dollar. Allerdings hatte sie dafür auch hunderte Stellen gestrichen und war ein Kooperation mit Microsoft eingegangen, bei der Yahoo die Suchmaschine Bing nutze, dafür aber einen Teil der Anzeigen-Einnahmen an die Redmonder abgeben muss.
Die grosse Konkurenz Google einzuholen, wird für den Konzern wohl unerfüllt bleiben. Denn von Anfang an hatte Yahoo die schlechteren Karten. Betrachtet man die Umsatz- und Gewinnentwicklung von Yahoo und Google, so zeigt sich, dass Yahoo rasch nach dem Start von Google zurückfiel. Spätestens 2005 ging der Anschluss verloren. Hinsichtlich des Gewinnwachstums konnte das Unternehmen nach 2009 wieder etwas Boden gut machen, doch eine echte Bedrohung für Google ist in Yahoo derzeit immer noch nicht zu sehen.
Die Börse vernahm die Meldung von Bartz' Abgang äusserst positiv - was wohl noch zur Demütigung von Bartz beitrug - denn es gab einen nachbörslichen Kursanstieg der Aktie um 6 Prozent.
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