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14.12.2011 11:14 (Simon Zaugg)
Was Experten meinen

Der Blick in die Glaskugel - Teil 5

Die Banken bleiben stark und Mobile Banking wird mächtig Fahrt aufnehmen.
Die Netzwoche hat IT-Finanz-Experten zum berühmten Blick in die Glaskugel gebeten. Fazit: Die Banken bleiben stark und Mobile Banking wird mächtig Fahrt aufnehmen.

Gerade Mobile Banking, darin sind sich die von der Netzwoche befragten Experten einig, wird sich zweifelsohne durchsetzen. «Und zwar nicht nur, um den Kontostand zu checken. Wenn die Convenience da ist, tätigt man auch gemütlich mit dem Tablet auf dem Sofa oder unterwegs Zahlungen. Auch das Argument der zu kleinen Smartphone-Bildschirme wird zusehends entkräftet, denn diese werden tendenziell grösser», ergänzt IBM-Finanzexperte Roger Altorfer.

Er erinnert daran, dass auch in der Anfangszeit des E-Bankings einige Auguren gedacht hätten, dass man E-Banking nur brauchen werde, um den Kontostand zu checken. Die Zahlungen tätige man dann nach wie vor am Bankschalter. Die Realität sieht heute bekanntlicherweise anders aus.

Banken werden wichtig bleiben

Weitgehend einig ist man sich auch darin, dass die Banken trotz vieler neuer Modelle auch in Zukunft eine zentrale Stellung haben werden. «Die Banken haben erkannt, dass sie handeln müssen», fügt Altorfer an. Für sie gehe es nun wieder vermehrt darum, sich auf ihre Kernkompetenzen wie «Trusted Advisor» und Beratung zu besinnen. Denn da seien ihre Stärken, die ihnen auch die neuen Player nicht streitig machen werden können.

«Zusätzlich werden aber neue Player den Banken zweifelsohne Teile ihrer Wertschöpfungskette streitig machen», so Altorfer. Thomas Puschmann ist derweil überzeugt, dass institutsübergreifenden Finanzplattformen die Zukunft gehören wird, wo Nutzer übersichtlich all ihre Finanzen planen und managen können. Nach dem Vorbild von Apples App-Store lassen sich damit verschiedene Apps so kombinieren, dass der Kunde die für ihn relevanten Prozesse und Daten nach seinen individuellen Bedürfnissen bündeln kann.

Neue Studie geplant

Zudem plant er eine weitere Studie mit Anwendern solcher neuer Plattformen: «Es stellt sich die Frage, ob Nutzer heute schon bereit sind, ihr Geld alternativen Anbietern wie beispielsweise einer Anlageplattformen wie Covestor in den USA anzuvertrauen.»

Neue Modelle dürften, sollten sie sich denn durchsetzen, auch einen beträchtlichen volkswirtschaftlichen Nutzen bringen. So erwartet Steinberger beispielsweise, dass sich dank des Crowdfunding-Modells deutlich mehr Studienabgänger und berufstätige Personen als heute dazu entschliessen könnten, ein Unternehmen zu gründen.

Das letzte Wort ist also noch längst nicht gesprochen. Im aktuellen Fall gehört es indes Microsoft-Gründer Bill Gates, der einst sagte: «Wir neigen dazu, das Internet kurzfristig zu über- und langfristig zu unterschätzen.» Diese Weisheit könnte, wenn auch im Vergleich zu anderen Branchen etwas verzögert, zweifelsohne auch für die Finanzbranche gelten.

Gerade Mobile Banking, darin sind sich die von der Netzwoche befragten Experten einig, wird sich zweifelsohne durchsetzen. «Und zwar nicht nur, um den Kontostand zu checken. Wenn die Convenience da ist, tätigt man auch gemütlich mit dem Tablet auf dem Sofa oder unterwegs Zahlungen. Auch das Argument der zu kleinen Smartphone-Bildschirme wird zusehends entkräftet, denn diese werden tendenziell grösser», ergänzt IBM-Finanzexperte Roger Altorfer.

Er erinnert daran, dass auch in der Anfangszeit des E-Bankings einige Auguren gedacht hätten, dass man E-Banking nur brauchen werde, um den Kontostand zu checken. Die Zahlungen tätige man dann nach wie vor am Bankschalter. Die Realität sieht heute bekanntlicherweise anders aus.

Banken werden wichtig bleiben

Weitgehend einig ist man sich auch darin, dass die Banken trotz vieler neuer Modelle auch in Zukunft eine zentrale Stellung haben werden. «Die Banken haben erkannt, dass sie handeln müssen», fügt Altorfer an. Für sie gehe es nun wieder vermehrt darum, sich auf ihre Kernkompetenzen wie «Trusted Advisor» und Beratung zu besinnen. Denn da seien ihre Stärken, die ihnen auch die neuen Player nicht streitig machen werden können.

«Zusätzlich werden aber neue Player den Banken zweifelsohne Teile ihrer Wertschöpfungskette streitig machen», so Altorfer. Thomas Puschmann ist derweil überzeugt, dass institutsübergreifenden Finanzplattformen die Zukunft gehören wird, wo Nutzer übersichtlich all ihre Finanzen planen und managen können. Nach dem Vorbild von Apples App-Store lassen sich damit verschiedene Apps so kombinieren, dass der Kunde die für ihn relevanten Prozesse und Daten nach seinen individuellen Bedürfnissen bündeln kann.

Neue Studie geplant

Zudem plant er eine weitere Studie mit Anwendern solcher neuer Plattformen: «Es stellt sich die Frage, ob Nutzer heute schon bereit sind, ihr Geld alternativen Anbietern wie beispielsweise einer Anlageplattformen wie Covestor in den USA anzuvertrauen.»

Neue Modelle dürften, sollten sie sich denn durchsetzen, auch einen beträchtlichen volkswirtschaftlichen Nutzen bringen. So erwartet Steinberger beispielsweise, dass sich dank des Crowdfunding-Modells deutlich mehr Studienabgänger und berufstätige Personen als heute dazu entschliessen könnten, ein Unternehmen zu gründen.

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