Swisscom korrigiert Reingewinn 2011 um 1,2 Milliarden nach unten
Swisscom wird aufgrund einer Wertberichtigung der italienischen Tochtergesellschaft Fastweb Ende Jahr weniger Gewinn schreiben.
Der Swisscom-Verwaltungsrat hat gestern eine ausserordentliche Wertberichtigung beschlossen: Der Reingewinn für 2011 wird um 1,2 Milliarden Schweizer Franken nach unten korrigiert. Grund dafür ist eine Wertberichtigung der italienischen Tochtergesellschaft Fastweb in der Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro - ausgelöst durch eine schwierige Wirtschaftslage in Italien und künftig tieferes Wachstum.
Der Cashflow und die Ausschüttung an die Aktionäre werden von der Wertberichtigung nicht negativ tangiert, wie Swisscom in einer Mitteilung schreibt. Auch auf die Investitionen in der Schweiz, beispielsweise den Ausbau des Glasfasernetzes, habe die Wertberichtigung keinen Einfluss.
"Wenn man ein Unternehmen in Form einer Beteiligung besitzt, muss man jedes Jahr eine Überprüfung der Werthaltigkeit durchführen", so Swisscom-CEO Carsten Schloter in einer Videoaufzeichnung an die Medien. Die Wertberichtigung sei sehr hoch, sie betrage 35 Prozent dessen, was Swisscom 2007 für Fastweb bezahlt habe. "Sprich, das Unternehmen hat innerhalb der letzten fünf Jahre 35 Prozent seines Werts eingebüsst."
Schloter weist aber auch darauf hin, dass auch andere Telekommunikationsunternehmen im italienischen Markt Wertberichtigungen vornehmen mussten. Vodafone in der Höhe von einer Milliarde Euro, Telecom Italia in der Höhe von 3,2 Milliarden Euro.
Übernahme von Fastweb
Swisscom hat Fastweb im Frühjahr 2007 für 4,6 Milliarden Euro übernommen, um nach eigenen Angaben mit der modernen Glasfaserinfrastruktur des Unternehmens vom Wachstum des italienischen Breitbandmarktes zu profitieren. Damit wollte der Schweizer Telko die erwartete Umsatz- und Ergebniserosion im Schweizer Geschäft kompensieren.
Seit der Übernahme habe sich Fastweb positiv entwickelt, der Umsatz des Unternehmens sei um 50 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro gestiegen. Wie Swisscom selber ist Fastweb im Geschäftskundenbereich stark verankert, sei jedoch bei Privatkunden in den letzten Quartalen unter Druck geraten. Auslöser dieser Entwicklung sei das schwierige Umfeld in Italien, eine zunehmende Sättigung des Breitbandmarktes und ein intensiver Preiswettbewerb.
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