Premium Partner
Partner
20.04.2012 10:45 (Thomas A. Bryner)
Gastbeitrag: Social Media im Unternehmen

Wie bitte? Mein Unternehmen soll "social" werden?

Social Media
(Quelle: istockphoto.com)
Das "soziale Zeitalter" hat längst begonnen, selbst wenn einige den derzeitigen einschneidenden Wandel immer noch für vorübergehend halten. Manch einer glaubt wohl sogar, dass es erst gerade beginnt. Für wieder andere ist die Vorstellungvon sozialen Netzwerken in Unternehmen blanker Irrsinn: ein Garant für schlechte Publizität.

Es sollte auch bedacht werden, dass in der heutigen 2.0-Sphäre Behauptungen und Beiträge, die ein negatives Licht auf Produkte oder Dienstleistungen werfen könnten, tatsächlich die einmalige Gelegenheit bieten, mit bestehenden oder möglichen Kunden ins Gespräch darüber zu kommen. Diese Art von Rückmeldung ist heute nahezu "umsonst" und unmittelbar erhältlich, während dafür früher langwierige und kostenintensive Marktforschungsinitiativen in die Wege geleitet werden mussten.

Wo sich Social Media und Social Software und Netzwerke treffen

Der Einsatz von Social Software und Netzwerken unterstützt nach innen den kulturellen Wandel hin zu einem Social Business und wird letzten Endes auch nach aussen wirken. Die Erfahrung lehrt, dass die internen Organisationsstrukturen beim Übergang zu einem Social-Media-Unternehmen angepasst werden sollten. Zumindest sollten die Firmenlenker mit den Konzepten und Erwartungen rund um das Web 2.0 und Social Media vertraut sein. Sind Kunden vor allem an besseren Geschäften interessiert (IBM Global CMO Study 2011), werden Konsequenz in der Ausführung, Präzision im Gespräch und im Handeln sowie pünktliche Vertragserfüllung, soziale Verantwortung und Transparenz zu entscheidenden Imagefaktoren, die erheblich dazu beitragen, dass aus einem Kunden ein Stammkunde, ein Markenanhänger und sogar ein Meinungsbildner wird.

Aus diesem Grunde müssen sämtliche Mitarbeiter eines Unternehmens auf die Social-Media-Reise mitgenommen werden beziehungsweise Teil dieser Reise sein. Das erfordert zwei Massnahmen: Zum einen wird ein solider Plan für die Einführung von Social Software und Netzwerken im Unternehmen benötigt, der sicherstellt, dass eine integrative Leadership angestrebt wird. Zum anderen muss ein Veränderungs- beziehungsweise Transformationsprozess angestossen werden, mit dessen Hilfe sich das Unternehmen auf die Anforderungen eines Social Business einstellen und anpassen kann.

In der Folge wird der Zugang zum Know-how der derzeitigen und früheren Mitarbeiter, zu ihrem sozialen Netzwerk und ihren Interessen, eine gesteigerte Innovationskraft, Verbesserungen im Service und dergleichen mehr dafür sorgen, dass die Erwartungen der nächsten Kundengeneration erfüllt werden können.

<< vorige  |  nächste >>
    © Netzmedien AG 2014
    Alle Rechte vorbehalten. Eine Weiterverarbeitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung zu gewerblichen oder anderen Zwecken ohne vorherige ausdrückliche Erlaubnis von Netzwoche ist nicht gestattet.

    Diesen Artikel finden Sie auf Netzwoche unter:

    http://www.netzwoche.ch/de-CH/News/2012/04/20/Wie-bitte-Mein-Unternehmen-soll-social-werden.aspx?pa=3