Nach "Stuxnet" kommt "Flame"
Ein neuer, hochkomplexer Virus greift Computer im Nahen Osten an.
2010 grassierte die Malware "Stuxnet" und infizierte im mittleren Osten zahlreiche PCs. Entdeckt wurde die Schadsoftware im Juni 2010. Es ist davon auszugehen, dass es sich dabei um eine Waffe im "Cyberkrieg" handelte, da vor allem Kernkraftwerke und Produktionsstätten vom Virus betroffen waren. Nun treibt ein neuer Schädling - "Flame" - sein Unwesen.
Noch nie habe man einen ausgereifteren Virus entdeckt, schreibt Kaspersky Lab. Und wiederum seien wichtige Daten von Computern im Nahen Osten gelöscht worden - worauf sich die UN International Telecommunication Union eingeschaltet und Nachforschungen angestellt habe.
"Wie seine beiden Vorgänger, wurde der Code nicht von Einzelpersonen, sondern von einer gut organisierten und finanzierten Gruppe unter klaren Vorgaben entwickelt", schreibt Symantec über die Schadsoftware. Und weiter: "Die ersten Telemetriedaten zeigen, dass sich die primären Ziele des Schadcodes in der West Bank in Palestina, Ungarn, dem Iran und dem Libanon befinden. Zu den anderen Zielen gehören Russland, Österreich, Hong Kong und die Vereinigten Arabischen Emirate."
Interessant ist "Flame" vor allem, weil er bei einer Grösse von nur 20 Megabyte einen PC schrittweise befallen kann. Hinzu kommt, dass das Virus bereits seit 2010 im Umlauf ist und es selbst einen Rechner mit Windows 7 und aktuellen Updates problemlos infizieren kann.
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