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16.10.2012 12:00 (Marcel Maurice Urech)
Internet der Dinge

Die Schweiz ist für die dritte Welle der IT gut gerüstet

Ein Belimo-Motor, "Made in Switzerland".
Ein Belimo-Motor, "Made in Switzerland". (Quelle: Ergon)
Früher kommunizierten Menschen, heute Maschinen. Die smarten Kleincomputer entwickeln sich so rasant, dass selbst Marktauguren den Überblick verlieren. Und die Schweiz? Die könne zum Silicon Valley für das Internet der Dinge werden, fand Ergon an einem Workshop in Zürich.

Das Internet der Dinge (Machine to Machine, M2M) boomt. Laut Swisscom sollen in der Schweiz künftig 100 Millionen Geräte per Mobilfunknetz miteinander kommunizieren. Bisher hat der Telko eigens dafür rund 200 000 SIM-Karten abgesetzt. Ericsson geht gar davon aus, dass bis zum Jahr 2020 weltweit mehr als 50 Milliarden Maschinen miteinander vernetzt sein werden.

Doch ist der ICT-Werkplatz Schweiz für den Zukunftsmarkt auch gerüstet? «Auf jeden Fall», findet Anja Kroll, die bei Ergon die Abteilung Industry & Mobile Solutions leitet. «Die Schweiz ist der ideale Standort für die dritte Welle der IT», sagte sie letzte Woche in den Räumen der Zürcher Softwareschmiede. Kroll meinte damit die Entwicklung weg von Mainframes über Personal Computer hin zu M2M. Die Zeichen stünden auf Erfolg: Die Schweiz habe das Potenzial, sich zum Silicon Valley für das Internet der Dinge zu entwickeln.

Gedämpfte Zuversicht

Gartner ist weniger euphorisch. Das nächste Jahr werde für Anbieter im M2M-Markt hart. IT-Entscheider würden den Businessnutzen von smarten Kleincomputern noch nicht erkennen und der Dialog zwischen Industrie und Softwareingenieuren müsse besser werden. IDC findet gar, dass es schwierig sei, das dynamische M2M-Ökosystem zu durchschauen.

Doch es gibt gleich mehrere Gründe, warum die Schweiz für den Zukunftsmarkt gut aufgestellt ist: Die Konsenskultur fördert den Dialog zwischen Business und IT, ETHZ und EPFL schaffen technische Exzellenz, und die Maschinenindustrie bildet ein starkes Rückgrat. In der Bildung wird zudem viel Wert auf Interdisziplinarität und vernetztes Denken gelegt. «Auch die kritische Masse an hervorragend ausgebildeten Softwareingenieuren ist vorhanden», sagt Kroll.

Nährboden für M2M

Bereits aktiv im M2M-Markt ist die Zürcher IT-Schmiede Koubachi. Das ETH-Spin-off bewässert mit Sensorknoten, Smartphones und iPads Zimmerpflanzen, was auch renommierte Tech-Blogs wie Engadget und Techcrunch wahrgenommen haben. Die Unternehmensgruppe Belimo (beraten, liefern, montieren) erzielte in der ersten Jahreshälfte mit smarten Antriebslösungen für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik 217,5 Millionen Franken Umsatz. Dies auch dank einer Kooperation mit Ergon, das die Wünsche der Hinwiler mit einem ARM-Chip, Linux und einer Java-Laufzeitumgebung umgesetzt hat.

Die Schweiz ist auf das Internet der Dinge bestens vorbereitet, und die dritte Welle der IT kann anrollen. Sollte Sie ihr nächster Radiowecker also später aus dem Schlaf reissen, weil auch ihr Zug verspätet ist – dann denken Sie dran: Die Technologie dahinter ist vielleicht «Made in Switzerland».

Das Internet der Dinge (Machine to Machine, M2M) boomt. Laut Swisscom sollen in der Schweiz künftig 100 Millionen Geräte per Mobilfunknetz miteinander kommunizieren. Bisher hat der Telko eigens dafür rund 200 000 SIM-Karten abgesetzt. Ericsson geht gar davon aus, dass bis zum Jahr 2020 weltweit mehr als 50 Milliarden Maschinen miteinander vernetzt sein werden.

Doch ist der ICT-Werkplatz Schweiz für den Zukunftsmarkt auch gerüstet? «Auf jeden Fall», findet Anja Kroll, die bei Ergon die Abteilung Industry & Mobile Solutions leitet. «Die Schweiz ist der ideale Standort für die dritte Welle der IT», sagte sie letzte Woche in den Räumen der Zürcher Softwareschmiede. Kroll meinte damit die Entwicklung weg von Mainframes über Personal Computer hin zu M2M. Die Zeichen stünden auf Erfolg: Die Schweiz habe das Potenzial, sich zum Silicon Valley für das Internet der Dinge zu entwickeln.

Gedämpfte Zuversicht

Gartner ist weniger euphorisch. Das nächste Jahr werde für Anbieter im M2M-Markt hart. IT-Entscheider würden den Businessnutzen von smarten Kleincomputern noch nicht erkennen und der Dialog zwischen Industrie und Softwareingenieuren müsse besser werden. IDC findet gar, dass es schwierig sei, das dynamische M2M-Ökosystem zu durchschauen.

Doch es gibt gleich mehrere Gründe, warum die Schweiz für den Zukunftsmarkt gut aufgestellt ist: Die Konsenskultur fördert den Dialog zwischen Business und IT, ETHZ und EPFL schaffen technische Exzellenz, und die Maschinenindustrie bildet ein starkes Rückgrat. In der Bildung wird zudem viel Wert auf Interdisziplinarität und vernetztes Denken gelegt. «Auch die kritische Masse an hervorragend ausgebildeten Softwareingenieuren ist vorhanden», sagt Kroll.

Nährboden für M2M

Bereits aktiv im M2M-Markt ist die Zürcher IT-Schmiede Koubachi. Das ETH-Spin-off bewässert mit Sensorknoten, Smartphones und iPads Zimmerpflanzen, was auch renommierte Tech-Blogs wie Engadget und Techcrunch wahrgenommen haben. Die Unternehmensgruppe Belimo (beraten, liefern, montieren) erzielte in der ersten Jahreshälfte mit smarten Antriebslösungen für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik 217,5 Millionen Franken Umsatz. Dies auch dank einer Kooperation mit Ergon, das die Wünsche der Hinwiler mit einem ARM-Chip, Linux und einer Java-Laufzeitumgebung umgesetzt hat.

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