Der Markt für Data Center in der Schweiz boomt
Die Schweiz hat sich zu einem attraktiven Standort für Data Center entwickelt. Eine Studie des "Instituts für Wirtschaftsstudien Basel" zeigt nun, was nötig ist, damit speicherhungrige Branchen ihre Bits und Bytes auch in Zukunft in der Schweiz lagern.
Der Dachverband der Schweizer Wirtschaft Economiesuisse und der Telekom-Branchenverband Asut haben eine Studie über Data Center in Auftrag gegeben. Diese wurde vom "Institut für Wirtschaftsstudien Basel" durchgeführt und beleuchtet den Schweizer Markt für Rechenzentren.
International top
Heute liegt die Schweiz laut Broadgroup bei der Data-Center-Dichte in Europa auf dem fünften Platz. Der Markt boomt: Jedes Jahr erhöhe sich die Menge der gespeicherten Daten um 45 Prozent, und jedes Jahr investiere der hiesige Markt mehrere Hundert Millionen Franken in Data Centers. Künftig werde die Data-Center-Fläche in der Schweiz um jährlich zehn Prozent wachsen, schätzen die Studienautoren.
"Schweizer Unternehmen geben heute rund einen Viertel (23,5 Prozent) ihres gesamten ICT-Budgets für den Data-Center-Bereich aus", heisst es in der Studie. Da die Schweiz im internationalen Vergleich über restriktive Datenschutzbestimmungen verfüge, würden Schweizer Unternehmen nicht dazu tendieren, sensible Daten im Ausland zu lagern.
Laut MSM Research erachten mehr als die Hälfte der Schweizer Unternehmen den Standort Schweiz als eine zwingende Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Hosting-Services. Nur gerade 10 Prozent der Unternehmen gaben an, der Standort spiele für sie keine Rolle.
"Datentresor Schweiz"
Der hohe Schutz der Privatsphäre sei der grosse Trumpf des Data-Center-Standorts Schweiz. "Im Rahmen der langsam aufkeimenden Bemühungen eines Standort-Marketings wird deshalb verständlicherweise das Bild des 'Datentresors Schweiz' in den Mittelpunkt gerückt", heisst es in der Studie.
Für die Schweiz sprechen zudem wirtschaftliche und politische Stabilität sowie gute Strom- und ICT-Infrastrukturen. Ein Nachteil seien die hohen Bodenpreise. Ebenso das hohe Lohnniveau, das sich durch die hohe Pro-Kopf-Produktivität allerdings wieder relativiere.
Wichtige Rahmenbedingungen
Damit der Schweizer Rechenzentren-Markt auch in Zukunft attraktiv bleibt, sind laut Studie folgende Rahmenbedingungen nötig:
- eine zuverlässige Energieversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen
- gezielte Ausbildungsinitiativen gegen den ICT-Fachkräftemangel
- eine stabile Rechtsordnung mit soliden Datenschutzbestimmungen
Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, brauche es in Zukunft Rekrutierungsmöglichkeiten für hoch qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland. Neben den bewährten Möglichkeiten im Rahmen der Personenfreizügigkeit erwähnen die Autoren der Studie auch eine flexible Handhabung der Drittstaatenkontingente (Nicht-EU/EFTA-Raum).
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