Unzumutbare Arbeitsbedingungen bei Foxconn
Französischen Journalisten ist es gelungen, versteckte Aufnahmen vom Foxconn-Werk in Zhengzhou zu machen. Diese enthüllen unzumutbare Arbeitsbedingungen.
An den häufig kritisierten Arbeitsbedingungen bei Foxconn hat sich trotz Intervenierung von Apple scheinbar nichts geändert. Journalisten des Magazins Envoyé Spécial auf France 2 gelang es, mit versteckten Kameras die Schlafsäle und Fabriken des Foxconn-Werk in Zhengzhou zu filmen sowie Arbeiter zu interviewen, wie Engadget berichtet.
Unfertige Unterkünfte
Die Unterkünfte der Arbeiter in den neuen Fabriken für die iPhone-5-Montage seien noch nicht fertig gebaut. Trotzdem leben hier bereits viele Arbeiter ohne Wasser und Elektrizität, wie die Aufnahmen zeigen. Als Begründung seitens Foxconn heisst es laut Envoyé Spécial, dass der Bau der Fabriken Vorrang habe.
Trotzdem verlange Foxconn nach Aussagen der Arbeiter Geld für Unterkunft, Versicherungen und Verplegung. Dafür müssen die Arbeiter einen Grossteil der Lohnerhöhung von 290 US-Dollar, die Apple mit Foxconn ausgehandelt hat, wieder an Foxconn rückzahlen. Um Selbstmorden vorzubeugen, werden zudem 7 Dollar gefordert, berichtet Engadget mit Berufung auf Envoyé Spécial. Dafür würden Psychologen engagiert, die die Arbeiter untersuchen und so die Selbstmordrate verringern sollen.
Studenten zum Arbeiten gezwungen
Laut dem Bericht werden auch chinesische Studenten als "Praktikanten" bei Foxconn beschäftigt, da nicht genügend Arbeitskräfte vorhanden seien. Dies geschähe allerdings nicht freiwillig, zitiert Engadget Envoyé Spécial. Den Studenten sei gedroht worden, sie bekämen ihren Abschluss nicht, und die Vorlesungen seien ausgesetzt.
Auf Anfrage von Engadget teilte Apple mit, darauf "zu bestehen, dass alle Zulieferer sichere Arbeitsbedingungen bieten, die Arbeiter mit Würde und Respekt zu behandeln und auf eine umweltfreundliche Herstellung zu achten". Ausserdem verweist Apple auf ein Rating der "Fair Labor Association", nach dem Foxconn mit der Einführung von nötigen Verbesserungen der Arbeitsbedingungen schneller als geplant vorankomme.
Betrüger locken mit gefälschten BAG-Rückerstattungen
UMB stellt Serviceorganisation unter neue Leitung
AWS bringt generative KI auf den Desktop
Schwachstellen bedrohen Digital-Signage-Software Magicinfo
Mehr Daten, mehr KI – und trotzdem keine besseren Entscheidungen?
Das unbeschwerte Leben von Personen, die keine News lesen
Update: Nationalrat heisst digitale AHV-Dossiers gut
Effizienz frisst Datensouveränität – die Bilanz der Schatten-KI
Zahl behördlich angeordneter Antennensuchläufe steigt erneut deutlich