US-Kartellverfahren gegen Google eingestellt
Nach einigen Zugeständnissen von Google wurde das Kartellverfahren gegen den Internetgiganten nach zweijährigen Ermittlungen fallengelassen. Ähnliche Ermittlungen der EU laufen noch.
Die US-Wettbewerbsbehörde FTC lässt ihr Kartellverfahren gegen Google nach fast zweijährigen Ermittlungen fallen, berichtet Computerworld. Der Vorwurf, Google benachteilige bei der Suche andere Websites zugunsten eigener Dienste, sei nach einigen Zugeständnissen des Internetkonzerns fallengelassen worden.
Zugeständnisse von Google
Google soll eingewilligt haben, Werbetreibenden mehr Freiheiten bei ihren Online-Kampagnen einzuräumen. So können externe Websites bestimmen, ob ihre Inhalte bei speziellen Google-Diensten aufgeführt werden sollen oder nur in den klassischen Suchtreffern zu finden sind, berichtet Computerworld. Ausserdem werde der Internetkonzern seinen Konkurrenten einen fairen Zugriff auf Standard-Patente seiner Tochter Motorola gewähren.
Somit kann Google laut Computerworld mit seiner "universellen Suche" fortfahren, bei der Suchergebnisse mit Antworten aus seinen eigenen Diensten gemischt werden. Allerdings werde es der Konzern schwerer haben, mit Standard-Patenten Produkte von Wettbewerbern zu stoppen.
Enttäuschte Rivalen
Die Ermittlungen waren aufgrund von Beschwerden einiger Wettbewerber wie etwa Microsoft, Yelp und Reisewebsites wie Expedia angestossen worden. Ihre Allianz Fairsearch.org zeigte sich laut Computerworld enttäuscht über die Entscheidung der FTC.
"Die Aufgabe der FTC ist es, den Wettbewerb zu schützen und nicht einzelne Wettbewerber", erklärte die zuständige Juristin Beth Wilkinson gegenüber Computerworld. Damit seien Veränderungen bei der Internetsuche zur Verbesserung eines Produkts gerechtfertigt, auch wenn dabei einzelne Konkurrenten benachteiligt würden.
Ermittlungen der EU gehen weiter
Auch in der EU läuft ein ähnliches Verfahren gegen den Suchmaschinenbetreiber. Wie Zdnet mit Berufung auf Reuters berichtet, habe die Entscheidung der FTC jedoch keine Auswirkungen auf die Ermittlungen der EU-Kommission.
Im Dezember forderte die EU-Kommission, dass Google Kompromissvorschläge macht, um zu beweisen, dass der Konzern keine Absicht hegt, in Zukunft seine Machtposition auszunutzen. Sollte keine Einigung erzielt werden, droht Google eine Milliardenstrafe von bis zu 10 Prozent seines Umsatzes.
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