Crowdfunding: Kleinvieh macht auch Mist
Das Start-up Urban Games möchte die Entwicklung seines Videospiels "Train Fever" über Gamitious, einer Crowdfunding-Plattform, finanzieren. Benötigt werden 300'000 Euro.
Das Schweizer Start-up Urban Games setzt auf Crowdfunding, um sein Videospiel "Train Fever" entwickeln zu können. 300'000 Euro sollen laut Startwerk über Gambitious zusammenkommen, einer Plattform, die sich auf Investments in Videospiele spezialisiert hat.
Unterstützer erhalten Rendite
Dieses Finanzierungsmodell ist in der Spielewelt nichts Neues. Durch Crowdfunding-Plattformen wie etwa Kickstarter konnten auch Entwickler ohne kapitalkräftige Investoren Spiele auf den Markt bringen und neben grossen Playern bestehen. Gambitious unterscheidet sich laut Startwerk von anderen Plattformen darin, dass Unterstützer nicht mit dem fertigen Produkt oder Goodies entlohnt werden, sondern eine Rendite auf das investierte Geld erhalten.
Start-up-Erfahrung von Vorteil
Eine Finanzierung zu erhalten ist dennoch nicht ganz einfach. Laut Startwerk bevorzugen Investoren Gründer mit Erfahrung und Branchen-Know-how. Das fünfköpfige Start-up rund um Basil Weber, der bis 2011 beim Zürcher Start-up Procedural arbeitete, ist darauf vorbereitet und stellt potentiellen Investoren auf der Projektseite einen Businessplan bereit.
Weber schätzt die Chance der Crowdfunding-Kampagen dennoch nur auf 50:50 ein. "Der Aufwand, ein Projekt bekannt zu machen, ist für unabhängige Entwickler schwierig zu bewältigen", meint er gegenüber Startwerk. Sollte die Finanzierung über Crowdfunding scheitern, wolle er das Spiel auf anderem Wege veröffentlichen.
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