Bund, Kantone und Sozialpartner gegen den Fachkräftemangel
Gestern haben sich Vertreter von Bund, Kantonen und Wirtschaft getroffen, um Massnahmen gegen den Fachkräftemangel zu diskutieren.
Bund, Kantone und Sozialpartner wollen ihre Anstrengungen gegen den Fachkräftemangel koordinieren und wo nötig zusätzliche Massnahmen ergreifen. Zu diesem Zweck haben sich Vertreter der verschiedenen Stellen gestern zu einem Runden Tisch zusammengetroffen, wie das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung heute mitteilt. Eingeladen war ebenfalls Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann.
Ausgehend von möglichen Handlungsfeldern eines 2011 erstellten Grundlagenberichts haben die verschiedenen Akteure den Austausch über laufende und geplante Massnahmen diskutiert. So will der Bund laut einer Mitteilung ein Generationenmanagement lancieren, das die Weiterbeschäftigung von Mitarbeitenden über das ordentliche Pensionsalter ermöglichen sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern soll.
Zudem werde der Bund die Entscheidgrundlagen und die Rahmenbedingungen zur Ausschöpfung des inländischen Fachkräftepotenzials verbessern. Er will ein Indikatorensystem zur Identifikation des Fachkräftemangels zur Verfügung stellen, das der besseren Orientierung der Akteure dienen soll. Ebenso will er die Fortschritte bei den bereits existierenden oder neu lancierten Massnahmen durch einen Monitoringprozess überwachen.
Arbeitsmarkt und Ausbildung stärken
Die Kantone wollen sich laut Mitteilung weiterhin im Arbeitsmarkt und im Bildungsbereich für das Thema engagieren. Im Arbeitsmarkt wird eine Steigerung der Arbeitsmarktfähigkeit der Arbeitnehmenden angestrebt.
Die Sozialpartner befürworten eine weitere Stärkung der Höheren Berufsbildung und wollen sich dafür einsetzen, dass die höhere Berufsbildung im Bereich der qualifizierten Dienstleistungen und bei ausländischen Unternehmungen und Führungsverantwortlichen besser verankert und die Finanzierungslücke insbesondere im Bereich der Vorbereitungskurse geschlossen wird.
Weiterbildung, Frauen und Zuwanderung
Im Verbund von Arbeitgebern und Arbeitnehmern sollen Weiterbildungsanstrengungen intensiviert werden. Bereits Anfang Jahr hat der Schweizerische Gewerbeverband ein Pilotprojekt lanciert, um Frauen in KMU-Geschäftsleitungen mittels Nachweis eines Bildungs-Portfolios einen qualifizierten Berufsabschluss "Unternehmungsführung KMU" zu ermöglichen.
Der Arbeitgeberverband plant Massnahmen weiterzuentwickeln, damit das Arbeitspotenzial qualifizierter Frauen besser genutzt und die Verweildauer älterer Arbeitnehmenden im Erwerbsleben verlängert werden kann.
Weiter heisst es in der Mitteilung, die Problematik des Fachkräftemangels könne nicht allein mit Hilfe der erwähnten Massnahmen gelöst werden. Die Zuwanderung sei für die Wirtschaft weiterhin wichtig, um auf diese Weise den Fachkräftebedarf in den Bereichen zu decken, wo das inländische Potential nicht ausreiche.
Grundlagenbericht von 2011
2011 hatte das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung 2011 eine Fachkräfteinitiative lanciert. Das Ziel: In Hinblick auf die demographische Entwicklung in Europa soll das inländische Potenzial an Fachkräften verstärkt ausgeschöpft werden. Der hierfür erarbeitete Grundlagenbericht basiert auf vier verschiedenen Handlungsfeldern, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken:
- Höherqualifizierung entsprechend dem Bedarf der Arbeitswelt
- Förderung von Innovationen zur Entschärfung der Fachkräfteknappheit aufgrund höherer Produktivität
- Schaffung guter Bedingungen zur Erwerbstätigkeit für ältere Arbeitnehmende
- Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie
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