T-Systems enthüllt das Work-Life-Phone
T-Systems hat heute in Zürich die dritte Generation seines Merkelphones vorgestellt. Damit sollen zumindest kommunikationstechnisch Beruf und Privatleben in Einklang gebracht werden können.
Das deutsche Telekomunternehmen T-Systems hat heute in Zürich die dritte Generation von Simkom vorgestellt, eine vom deutschen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik geprüfte Lösung zur sicheren mobilen Kommunikation via Mobiltelefon. Die neueste Variante der als Merkelphone bekannt gewordenen Lösung hat gewissermassen eine gespaltene Persönlichkeit: Es ist in zwei Bereiche – Life und Work – geteilt, wobei der eine Bereich nichts vom anderen weiss und umgekehrt.
Michael Bartsch, Verantwortlicher für Vertrieb und Geschäftentwicklung für sichere Kommunikation bei T-Systems, erklärte an der Produktpräsentation, dass der Work-Bereich verschlüsselte Kommunikation ermögliche, während der Life-Bereich "alle Freiheiten der Smartphone-Welt" gewähre. Anders ausgedrückt braucht sich also ein Nutzer eines Simko-Gerätes nicht mehr zwischen Abhörsicherheit und der bunten App-Welt zu entscheiden.
Samsung war skeptisch
T-Systems arbeitet gemäss Bartsch schon seit 2005 an abhörsicheren Telefonen. Als sich das Unternehmen zum Work-Life-Phone entschloss, sei klar gewesen, dass dafür auf der Hardware zwei unterschiedliche Betriebssysteme laufen müssten. Bartsch zufolge glaubte Samsung zunächst, dass sich ein solches Gerät nicht bauen liesse. Ein sogenannter Mikrokern schaffte Abhilfe: Dieser kontrolliert gemäss Bartsch ganz genau, welche Anwendungen Zugriff auf welche Anwendungen haben. Nun seien beide Bereiche so hart voneinander getrennt, dass die eine Seite nicht wisse, was die andere mache. Die Telefonie befindet sich Bartsch zufolge auf der Work-Seite. Wenn sich ein Nutzer gerade auf der Life-Seite befände und ein Anruf einginge, würde das Telefon automatisch den Bereich wechseln. Denn es sei ja zunächst nicht klar, ob es sich dabei um ein geschäftliches oder privates Telefonat handle.
Für Polizei, Militär und grosse Unternehmen
Noch hat T-Systems in der Schweiz keine Abnehmer für seine Simkos 3 gefunden. Gemäss Bartsch richtet sich das Angebot vor allem an Polizei, Militär und grosse Industrieunternehmen. Grund für den ausgesuchten Kundenkreis ist nicht zuletzt der Preis. Bei einer Laufzeit von mindestens zwei Jahren kostet ein Gerät stolze 1700 Euro. Interessierte Unternehmen können gemäss Bartsch aber vor dem Erwerb in einem Testcenter überprüfen, ob ihre Anwendungslandschaft auf dem Gerät läuft. Ausserdem bekämen sie Einsicht in die Produktdokumentation, um sich vorab zu vergewissern, dass das Gerät auch wirklich ihren Sicherheitsanforderungen entspricht.
Auch abhörsichere Notebooks
Zur Simko-Familie sollen künftig nebst Smartphones auch abhörsichere Tablets und Notebooks zählen. In Kürze soll ausserdem eine Simko3-Version auf den Markt kommen, die den LTE-Funkstandard unterstützt.
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