Swisscom will mehr kommunizierende Geräte und Big Data
Big Data und M2M sind Geschäftsfelder, in die Swisscom in Zukunft investieren will. Der Telko rechnet damit, dass bis 2020 rund 200 Millionen Geräte in der Schweiz online sein werden.
Swisscom hat am Mittwoch im Rahmen des M2M Days 2014 einen ganzen Tag dem Thema Machine to Machine (M2M) gewidmet. Das Zukunftsthema, das bei Swisscom intern "ICT Powerhouse" heisst, soll Unternehmenskunden die Möglichkeit bieten, ihre Produkte und Applikationen auf einer M2M-Plattform miteinander zu vernetzen. In Swisscom-Sprache nennt sich das auch die "Digitalisierung der Schweizer Wirtschaft", wie Robert Gebel, Leiter Solution Center Business Development bei Swisscom, anlässlich eines Medienlunches sagte.
Neben M2M spielt dabei auch Big Data eine Rolle. Die grossen Ansammlungen von Daten erhält man laut Gebel dann, wenn die Datensilos verschiedener Unternehmenskunden in einer übergeordneten Schicht zusammengebracht werden. Sprich, die Daten verschiedener Kunden werden sozusagen vereint - falls dies denn gewünscht und sinnvoll sein sollte - um daraus mehr Informationen zu gewinnen. Das könnten beispielsweise die Daten eines Tankstellenbetreibers und die eines Autoherstellers sein.
Zukünftige Geschäftsfelder
Big Data und M2M bilden zusammen zwei Geschäftsfelder, in die Swisscom in Zukunft investieren will. Der Telko rechnet damit, dass bis im Jahr 2020 200 Millionen Geräte in der Schweiz online sein werden.
Damit will Swisscom einen Gegentrend zu den vielen Apps setzen, die heutzutage auf dem Markt verfügbar sind. Laut Gebel bringen diese keine Integrationskomplexität mit sich: "Wir haben viele isolierte Apps, die zwar nur wenig kosten, aber ihre Daten nicht miteinander austauschen", so Gebel.
Rechnungen oder Reports erstellen
Kunden nutzen die Swisscom-M2M-Plattform beispielsweise für die Rechnungsstellung, zum Erstellen von Nutzungsreports oder um das eigene Produkt via Remote-Zugriff aktivieren zu können.
Einer der Kunden von Swisscom ist der Schweizer E-Bike-Hersteller Stromer mit Sitz in Oberwangen. Er erhebt beispielsweise via M2M statistische Daten der eigenen Kunden oder greift Realtime auf das Bike zu, wenn der Kunde ein Problem mit der darin integrierten Elektronik hat.
Derzeit sind laut Schedler etwa 80 Business-Kunden an die M2M-Plattform angedockt, die seit etwa 15 Monaten online ist. Vertraglich habe Swisscom zudem noch einmal die gleiche Summe abgeschlossen.
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