Noch ein IoT-Standard
Intel ist nicht bereit der Qualcomm-Allianz für einen Kommunikationsstandard zwischen Internet-of-Things-Geräten beizutreten. Stattdessen lanciert der Chiphersteller einen Gegenstandard.
Scheitert das Internet of Things am Schluss an der Zickerei der Technikanbieter? Zurzeit sieht es danach aus. Noch vor wenigen Tagen verkündete der Chiphersteller Qualcomm stolz, mit dem amerikanischen Technologiekonzern Microsoft einen mächtigen Partner für seine Allseen Alliance gefunden zu haben. Diese setzt sich für die Etablierung eines Standards beim Internet of Things (IoT) ein, damit intelligente Geräte miteinander kommunizieren können.
Dieser Erfolg passt Qualcomm-Konkurrent Intel jedoch nicht in den Kram. Wie Intel jetzt angekündigt hat, will das Unternehmen einen eigenen Standard durchsetzen. Geschehen soll dies ebenfalls im Verbund mit Mitstreitern, wobei Intel bereits Samsung, Dell und Broadcom als Partner gewinnen konnte. Nennen will Intel seine IoT-Allianz übrigens Open Interconnect Consortium.
Unbestritten ist in dieser Situation für alle, dass es ohne einheitlichen Standard nicht geht. Man stelle sich zum Beispiel vor, dass man mit dem iPhone nur den Kühlschrank von Miele, nicht aber denjenigen von Electrolux bedienen könnte. Genau darauf steuern wir zurzeit jedoch zu.
Keine Einigung in Sicht
Nicht untypisch ist es, in einer derartigen Situation den Konkurrenten zu beschuldigen. So sagte etwa Doug Fisher von Intel: "Wenn die Standards von Qualcomm unseren Bedürfnissen entsprechen würden, dann hätten wir dort teilgenommen. Was wir bisher sahen, ist der falsche Ansatz. Wir werden daher unseren eigenen Weg weiter verfolgen."
Genauso negativ äusserte sich Rob Chandhok von Qualcomm über das Vorgehen von Intel. "Ich muss eingestehen, ich bin ein bisschen verwirrt. Ich verstehe nicht, wie man sagen kann, das Problem ist nicht innerhalb einer Allianz zu lösen. Die jetzige Lösung ist nicht gut für Konsumenten und Unternehmen." Der Schlamassel scheint für den Moment also unausweichlich – bis sich in (ferner) Zukunft schliesslich einer der beiden Standards durchsetzen wird.
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