Stadt Zürich verärgert Open-Data-Gemeinde
Zwei Apps, ein Ziel: Die Stadt Zürich hat eine Entsorgungsapp entwickelt, die es in ähnlicher Form auf dem Open-Data-Portal der Stadt Zürich bereits seit 2 Jahren gibt. Die Verantwortlichen sitzen nun zusammen.
Die neue Smartphone-App "Sauberes Zürich", die Entsorgung & Recycling Stadt Zürich ERZ Ende November lanciert hat, sorgt bei der Open Data Community für Unmut. Denn auf der offiziellen Open Data Website der Stadt Zürich (www.stadt-zuerich.ch/opendata) steht seit über zwei Jahren die Gratisapp "Entsorgung Zürich App" für Android-Smartphones zur Verfügung.
André Golliez, Präsident Opendata.ch, kritisiert in einem offenen Brief das Vorgehen der Stadt Zürich und stellt kritische Fragen. Unter anderem, warum ERZ keinen Kontakt zum Open-Data-Entwicklerteam der"Entsorgung Zürich App" aufgenommen habe. Schliesslich hätte ERZ Kosten sparen können, da der Sourcecode kostenlos zur Verfügung gestanden hätte. Laut Computerworld.ch hat die App die Stadt Zürich 20'000 Franken gekostet.
Leutenegger reagierte
Stadtrat Filippo Leutenegger kontaktierte daraufhin Golliez telefonisch und antwortete ebenfalls in einem offenen Brief. Grundlage des App-Konzepts sei eine Datenbank als zentraler Ort der Eingabe, Bewirtschaftung und Ausgabe von Informationen und Daten, so Leutenegger. Bisher seien diese Daten in verschiedenen Systemen erfasst worden, nun könnten sie nun zentral ausgegeben werden. Eine Datenbank stehe im Zentrum, die App "Sauberes Zürich" sei ein Output aus dieser Datenbank. Zudem stehe die App, im Gegensatz zur Open-Data-App, nicht nur für Android, sondern auch für iOS und Windows zur Verfügung.
Leutenegger entschuldigte sich aber bei Golliez dafür, dass ERZ es versäumt habe, bei der Konzeption der App mit dem Open-Data-Team der Stadt Zürich Kontakt aufzunehmen. Das Team von ERZ will sich nun mit Golliez treffen und das weitere Vorgehen besprechen, um Lehren aus dem Vorfall zu ziehen.
Cistec partnert mit Healthtech-Start-up 44ai
Klarheit zeigt Wirkung: Wie SRF seine Organisation ausgerichtet hat und weiterdenkt
Speicherknappheit treibt europäischen PC-Markt kurzfristig an
Hybride Meetings im Jahr 2026: Es kommt nach wie vor auf die Technik an
Home 26 öffnet Türen erstmals auch für öffentliches Publikum
Dreifive hat einen neuen Minderheitsinvestor
Wieso so viele seltene Flugsaurier-Fossilien an einem Ort zu finden sind
Update: So lassen sich künftig Android-Apps von unverifizierten Entwicklern installieren
Das erwarten Berner Gemeinden von der neuen Datenschutzbehörde