Exchange Online speichert gelöschte Mails für immer
Microsoft hat neue Richtlinien für das Löschen von Daten bei Exchange Online veröffentlicht. In der Standardeinstellung bleiben Daten auf ewig erhalten. Administratoren können den Zeitraum aber individuell anpassen.
Microsoft hat die Richtlinien zum Löschen von Daten in Exchange Online überarbeitet. Unter der Default-Einstellung bleiben Daten auch nach dem Löschen weiter erhalten, heisst es in einem Blogeintrag des Unternehmens.
Individuelle Einstellungen sind ausgenommen
Bisher sind Daten aus dem Gelöscht-Ordner nach 30 Tagen definitiv verschwunden. Nach den neuen Bestimmungen bleiben die Daten unbegrenzt erhalten. Der Administrator soll auch wie bisher einen individuellen Zeitraum bestimmen können. Die Änderung betrifft in der Form nur die Standardeinstellung, die unter "Default MRM Policy" abgelegt ist, schreibt Microsoft weiter.
Microsoft erklärt die Änderung mit einem grösseren Service für die Nutzer. Unabsichtlich gelöschte Daten würden mit der neuen Funktion nie verloren gehen. Das Online-Portal "The Register" vermutet hinter der Anpassung auch eine Reaktion Microsofts auf rechtliche Bestimmungen in einigen Ländern. Für Strafverfahren und Ermittlungen wären so auch gelöschte Daten nachträglich noch verfügbar, heisst es in dem Beitrag.
Eine Liste mit häufig gestellten Fragen hat Microsoft in einem Blogbeitrag bereitgestellt.
Bakom verstärkt Schutz gegen verdächtige Handyanrufe
Die E-ID kommt später als geplant
Update: Nachrichtendienstgesetz nimmt erste Hürde im Ständerat
Software für den Kreditmarkt: Vom Antrag bis zur Refinanzierung
Welche Rolle KI in der nächsten Generation von ERP-Systemen spielt
Crypto Assets: Die Evolution der Revolution.
Das KI-Paradoxon der Finanzindustrie
Warum der Zeitgewinn durch KI häufig verpufft
Wie geht Datensouveränität in der Cloud?