Schweiz bei Breitbandverfügbarkeit in Europa Top
Die Schweiz hat bei der Konnektivität einen Spitzenplatz erreicht. Dies ergab eine globale Studie von Huawei. Beim E-Government gibt es aber noch Nachholbedarf.
Im Global Connectivity Index des chinesischen ICT-Riesen Huawei landet die Schweiz auf dem vierten Platz. Mit dem Index bewertet das Unternehmen die Konnektivität, die ICT-Nutzung und den digitalen Wandel in 50 Ländern der Welt, die für 90 Prozent der Weltbevölkerung stehen. Dazu zog Huawei insgesamt 38 Indikatoren heran, die eine Aussage über die Entwicklungs- und Wachstumspotentiale der Länder geben sollen.
Den Spitzenplatz im Ranking belegen die USA. Laut den Studienautoren haben das Angebot und die hohe Nachfrage nach ICT-Dienstleistungen hierfür den Ausschlag gegeben. Auf den Plätzen folgen Schweden, Singapur, die Schweiz und das Vereinigte Königreich. Als beste Schwellenländer positionieren sich Chile (20), China (23) und die Vereinigten Arabischen Emirate (24).
Beste Breitbandverfügbarkeit
Im europäischen Vergleich hatte die Schweiz die höchste Breitband- und Mobilfunk-Verfügbarkeit. Die Autoren hoben die hohe Verbreitung der 3G- und den starken Ausbau der 4G-Technologie positiv hervor. Auch würden Konsumenten neue Technologien schnell adaptieren. Zudem sind die Verbreitung von Online Shopping, die Nutzung von digitalen Medien und das Interesse am mobilen Einkaufen sehr ausgeprägt.
Als Herausforderungen identifizierte die Autoren den Bereich E-Governance, wo es noch einen hohen Investitionsbedarf gebe. Schweden und Singapur seien hier schon weiter. Ausserdem sollten die Schweizer Telkos vermehrt in die digitale Transformation investieren. Auch eine stärkere Förderung von ICT-Fähigkeiten sei zentral, obwohl die Schweiz hier international schon den fünften Rang belegt.
Laut der Studie führt eine Steigerung der ICT-Investitionen um 20 Prozent zu einem Anstieg des BIP von einem Prozent. Als wichtigste Faktoren für den digitalen Wandel nennen die Autoren: Datenzentren, Cloud-Dienste, Big Data und das Internet der Dinge.
Auf einer Webseite hat Huawei die Ergebnisse aller untersuchten Länder zusammengestellt. Zudem gewährt das Unternehmen einen ausführlichen Einblick in die Methodologie der Studien.
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