Dropbox macht es lieber selber
Dropbox hat grosse Teile seiner Daten von AWS abgezogen. Diese speichert der Cloud-Anbieter lieber in seinen eigenen Rechenzentren. AWS und Dropbox wollen aber Partner bleiben.
Der Cloud-Speicher-Anbieter Dropbox hat den grössten Teil seiner Kundendaten wieder in das eigene Haus gezügelt. Wie das Unternehmen in einem Blog-Beitrag schreibt, bedient Dopbox jetzt 90 Prozent der Kundendaten über die eigene Infrastruktur. Zuvor lagen diese grösstenteils bei AWS.
Dabei setzte Dropbox von Beginn an auf eine hybride Cloud-Architektur. Bei dieser wurden die Metadaten über die Files der Kunden in eigenen Rechenzentren verwaltet. Den Datei-Inhalt lagerte Dropbox in Amazons Cloud aus.
Künftig will Dropbox den überwiegenden Teil der Daten in Eigenregie verwalten. Es sei eine strategische Entscheidung, heisst es weiter. Die bisherige Infrastrukturlösung sei den Anforderungen an das Wachstum nicht mehr gerecht geworden. Daher sah sich Dropbox gezwungen, eine neue, eigene massgeschneiderte Infrastrukturlösung zu entwickeln.
Anders als bei Spotify, das zu Google wechselte, bedeutet die Datenmigration von Dropbox kein Ende der Beziehung mit AWS. Die Unternehmen wollen weiterhin partnerschaftlich zusammenarbeiten. Insbesondere für europäische Geschäftskunden will Dropbox mit AWS-Rechenzentren in Deutschland kooperieren.
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