Motorolas neues Flip-Phone im Hands-on

Mit dem Razr 40 Ultra zugeklappt surfen, tippen und daddeln 

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Mit grossen Versprechungen hat Motorola sein neues Flip-Phone-Flaggschiff, das Razr 40 Ultra, auf den Markt gebracht. Der Hersteller rühmt sich, das Flip-Phone erfunden und nun perfektioniert zu haben. Was das Gerät wirklich auf Lager hat, zeigt das Hands-on.

Das Razr 40 Ultra in der Sonderausführung "Viva Magenta". (Source: Netzmedien)
Das Razr 40 Ultra in der Sonderausführung "Viva Magenta". (Source: Netzmedien)

Mit dem Razr 40 Ultra hat Motorola einen neuen Kandidaten in den trendigen Flip-Phone-Markt geschickt. Schon während des Lancierungsevents für das Razr 40 und Razr 40 Ultra Anfang Juni in Zürich versprach der Hersteller viel. Man habe das Flip-Phone erfunden, und nun habe man es perfektioniert, hiess es. Inwiefern das zutrifft, testete die Redaktion im Hands-on.

Schon vor dem Einschalten des Smartphones punktet das Gerät mit seinem Design. Die Aussenhülle aus Aluminium und veganem Leder ist hübsch, das Doppelscharnier-Design wirkt robust und schliesst fühlbar angenehm. Das getestete Gerät gehört zur Sonderausführung «Viva Magenta», die in Zusammenarbeit mit Pantone entstand. Das glänzende Metallic-Rot ist auf jeden Fall ein Blickfang und der Karton, in dem das Smartphone verpackt ist, ist mit dem gleichnamigen Parfüm bestäubt. 
Ebenfalls mit dabei ist eine zweiteilige Schutzhülle aus durchsichtigem Hartplastik. Leider ist dieses Plastik recht glatt und bei Weitem nicht so griffig wie die normale Aus­senhülle. Hier wurden eventuell Abstriche für die Ästhetik gemacht. 

Beim Einrichten des Geräts fällt auf, dass Motorola auch einen für viele User negativen Trend aus dem Premium-Smartphone-Segment fortführt: Es fehlt ein Micro-SD-Kartenslot. Bei einem Gerätepreis von rund 1200 Franken könnte das dem einen oder anderen User sauer aufstossen – selbst wenn das Gerät eine interne Speicher­kapazität von 512 Gigabyte hat.

Auch mit dem Aussendisplay klappt die Bedienung

Ein grosses Augenmerk legt Motorola auf das neu entwickelte 3,6-Zoll-POLED-Aussendisplay. Während der Lancierung in Zürich war sogar die Rede davon, dass man das Handy nicht mehr aufklappen müsse, um es zu bedienen – so ausgeklügelt sei das neue Display. Und tatsächlich kann es einiges. Viele Apps sind speziell für die Nutzung auf dem kleinen Display optimiert. Hinzu kommt eine umfassend anpassbare Benutzeroberfläche und viele durchdachte Features. 

So lässt sich zum Beispiel beim Schliessen des Handys durch einen einfachen Druck auf das Aussendisplay mit der Nutzung der App fortfahren, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer das Handy nochmals öffnen oder entsperren müssen. Selbst nach zwei Wochen Nutzung gibt es für den Aussenbildschirm des Razr 40 Ultra immer noch neue Funktionen oder vom Gerät angebotene Tutorials zu entdecken. Motorola hat einen merklichen Aufwand betrieben, um den Aussenbildschirm zu mehr als einem Gimmick zu machen. 

Auch der ausdauernde Akku des Geräts und die hochauflösende Kamera inklusive Gestensteuerung und Selfie-Erkennung werden den Versprechungen des Herstellers gerecht. 

Fazit 

Tatsächlich lässt sich das Razr 40 Ultra auch im geschlossenen Zustand umfassend bedienen – wie viel praktischer die Bedienung über das kleine Aussendisplay ist, sei jedoch dahingestellt. Bezüglich Akku- und Kameraleistung hält das Gerät auf jeden Fall die Versprechen des Herstellers. Wer sich ein stylisches Klapphandy mit hochwertig wirkendem Design wünscht, dürfte mit dem Razr 40 Ultra gut bedient sein.

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