Wie KI das Finanzsystem umwälzen könnte
Das WEF hat eine Studie zur Veränderung der Finanzwelt durch künstliche Intelligenz veröffentlicht. Die Autoren orten in der Technologie systemische Risiken für die Branche. Wo Algorithmen entscheiden, ist Vorsicht geboten.
Forscher des World Economic Forum (WEF) haben die Einflüsse von künstlicher Intelligenz (KI) auf die globale Finanzbranche untersucht. In ihrer Studie (Download als PDF) legen sie einen Schwerpunkt auf die Risiken, die durch den Einsatz von KI bei Finanzdienstleistungen entstehen. Sie kommen zum Schluss, dass Machine Learning und Automatisierung das Potenzial zur Destabilisierung des Finanzsystems haben.
Gestützt auf Experteninterviews weisen die Autoren darauf hin, das sich KI disruptiv auf Finanzdienstleister auswirkt. Neue Produkte würden entstehen, die Komplexität durch neue Netzwerke zunehmen und alte Geschäftsmodelle obsolet werden. Firmen, die von Anfang an auf die KI-Karte setzen, könnten dereinst ihre Konkurrenten abhängen, selbst wenn sie ursprünglich nicht aus der Finanzbranche stammten.
Sicherheit, Geschwindigkeit und Verzerrungen
In der mittels KI vernetzten und digital erschlossenen Finanzwelt seien aber auch die Risiken grösser. Zum einen könnten Hacker gezielt neuralgische Punkte im Finanzsystem angreifen und so das ganze Gebilde destabilisieren. Zum anderen stellten die zunehmend automatisierten Abläufe eine Gefahr dar. Wo nicht mehr Menschen, sondern Maschinen in Sekundenbruchteilen Entscheidungen treffen, seien Entwicklungen kaum mehr nachvollzieh-, geschweige denn kontrollierbar. Dies gelte sowohl für den globalen Handel mit Gütern wie auch für die internen Abläufe in den Unternehmen.
Auch auf ein drittes Problem kommen die Autoren des WEF zu sprechen: Die Verzerrung von Entscheidungen durch Algorithmen. KI-Systeme könnten Menschen aufgrund ihrer Eigenschaften etwa bei der Kreditvergabe bevorzugen oder benachteiligen, was in der Komplexität automatisierter Systeme dann untergehe. "Die Verwendung von KI in Finanzdienstleistungen führt zu neuen ethischen Fallstricken und birgt das Risiko unbeabsichtigter Verzerrungen, die die Branche dazu zwingen, über die Ethik neuer Modelle nachzudenken", heisst es in der Studie.
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