Mal online, mal stationär

Cross-Channel-Einkaufen im Trend

Uhr | Aktualisiert

Eine Studie der Universität St. Gallen bestätigt, dass die Schweizer vermehrt online einkaufen. Am stärksten legt die Cross-Channel-Nutzung zu, insbesondere bei Elektrogeräten, PCs und Kleidern.

Der Trend hin zum Online-Einkauf ist nachhaltig. Das zeigen die Resultate der Studie "Der Schweizer Online-Handel – Internetnutzung Schweiz 2013" der Universität St. Gallen, die Studienleiter Thomas Rudolph gestern in Zürich präsentiert hat.

In sämtlichen Kategorien ausser den Bankdienstleistungen (-4,6 Prozent) kauften die Schweizer 2012 im Vergleich zum Vorjahr online mehr ein. Insgesamt betrug der Umsatz in der Schweiz 10,2 Milliarden Franken.

Elektrogeräte und PCs legen stark zu

Mit 5,1 Prozent am stärksten legten die Reisebuchungen zu. Auf dem zweiten Platz folgten die Flugticketeinkäufe mit einem Plus von 4,8 Prozent. Deutlich stärker war die Zunahme in der Präferenz für die Cross-Channel-Nutzung, bei der die Konsumenten sich situativ entscheiden, ob sie online oder stationär einkaufen.

Laut der Studie legte der Elektrogeräte-Handel dort mit 8,5 Prozent am deutlichsten zu und ist vor der Computerhardware-Branche mit einer Zunahme von 8,2 Prozent und der Modebranche mit einem Plus von 8 Prozent klassiert. In diesen drei Kategorien ist gleichzeitig der Rückgang bei der Präferenz für den reinen stationären Einkauf am grössten.

Preisargument zentral

Das wichtigste Argument für den Online-Einkauf bleibt der Preis - dies gilt für 46,5 Prozent der Frauen und 45 Prozent der Männer. Der Preis ist damit wichtiger als die Produkteauswahl, Kundenbewertungen oder Produkteempfehlungen.

Bemerkenswert ist ausserdem, dass Amazon mit einem Anteil von 9,49 Prozent und einer Steigerung um 1,36 Prozent und Zalando, das auf Anhieb 8,33 Prozent erreicht, bei den beliebtesten E-Commerce-Portalen den bisherigen Platzhirsch Ricardo.ch überholt haben (6,25 Prozent, minus 2,17 Prozent).

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