Swisscom in Shopping-Laune
Bis zu 1,7 Milliarden Franken könnte Swisscom in den nächsten Jahren in Übernahmen investieren, erklärte Finanzchef Mario Rossi gegenüber der Börsenzeitung. Im Fokus seien Anbieter aus dem Bereich Managed Services.
Swisscom hat seine Kriegskasse gefüllt und will auf Einkaufstour gehen. Der Schweizer Telekom-Riese plant einige Übernahmen in der Schweiz und Italien, wie die Börsenzeitung berichtet.
Laut Finanzchef Mario Rossi stehen kleinere IT-Unternehmen, insbesondere aus dem Managed-Service-Umfeld, hoch im Kurs der Swisscom. Hierfür stünden dem Telko zwischen 1,6 und 1,7 Millarden Franken zur Verfügung.
Fastweb Teil der Wachstumsgeschichte
Auf die italienische Tochter Fastweb angesprochen, stellte Rossi klar, dass Swisscom an dem italienischen Festnetz-Anbieter festhalten wolle. Und nicht nur das: "Wir haben die Absicht, Fastweb selbst weiterzuentwickeln." Deshalb will Swisscom weiterhin Geld in die Hand nehmen und das Netz in Italien weiter ausbauen.
Fastweb sei immerhin Teil der Wachstumsgeschichte von Swisscom, erklärte Rossi weiter. Das Unternehmen könne nach seiner Ansicht nächstes Jahr einen nachhaltig positiven Beitrag zum Free Cash-flow leisten. Wie hoch, ging aus der Publikation nicht hervor.
Im vergangenen Jahr nahmen die Breitbandanschlüsse von Fastweb um 9,9 Prozent zu und betrugen bei Jahresabschluss 1,942 Millionen, wie das Unternehmen an seiner Jahrespressekonferenz mitteilte.
Swisscom will diversifizieren
Der Branchenprimus am Schweizer Markt für Telekommunikation will sich zudem breiter aufstellen. "Das Gros unserer Verbindlichkeiten finanzieren wir in Franken", sagte der Finanzchef im Interview gegenüber der Börsenzeitung. Swisscom wolle sich aber künftig "stärker diversifizieren".
Dies will Rossi über eine Teilnahme am Eurobond-Markt schaffen. Letztes Jahr hatte Swisscom bereits eine Anleihe über eine halbe Milliarde Franken ausgegeben.
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