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15.04.2014 15:24 (Kaspar Wolfensberger)
Schweizer Erfolge bei den Red-Herring-Awards

"1000 Punkte? Das schafft vielleicht Superman"

Yago Veith, Marketingchef Dacadoo
Yago Veith, Marketingchef Dacadoo (Quelle: Yago Veith)
Fünf Schweizer IT-Jungunternehmen haben dieses Jahr einen Red-Herring-Europe-Award gewonnen. Die Netzwoche nahm eines der fünf, das Zürcher Start-up Dacadoo, genauer unter die Lupe und sprach mit Marketingchef Yago Veith.

14 Schweizer Firmen hatten sich für das Finale der diesjährigen Red-Herring-Europe-Awards qualifiziert. Schliesslich erhielten im Finale vom 8. April deren fünf eine der begehrten Trophäen: Das E-Health-Unternehmen Dacadoo, der Software-Anbieter Nexthink, die Cloud-Computing-Firma Pitcher, der Anbieter von Hardware-Lösungen SGP Technologies und die Software-Entwickler Starmind International.

Doch was braucht es, um als Start-up erfolgreich zu sein? Um eine Antwort auf diese Frage zu erhalten forschte die Netzwoche bei Dacadoo nach. Das Unternehmen betreibt eine Online-Gesundheitsplattform und –App und fokussiert somit auf das Thema Wohlbefinden.

Wie gesund sind Sie?

Als erstes wird bei Dacadoo ein individueller Health Score mit Werten zwischen 1 und 1000 berechnet. Dieser soll den aktuellen Gesundheitszustand einer Person widerspiegeln. Berechnet wird der Wert aus einer ganzen Reihe von Daten. Nebst dem Körpergewicht werden verschiedenste Aktivitäten gemessen, wie zum Beispiel Sport, Schlaf, Ernährung oder das Stresslevel einer Person. Um dies so genau wie möglich durchzuführen lässt sich die Dacadoo-App mit Geräten wie elektronischen Waagen, Fitnesstrackern, Herzfrequenzmessern oder Schrittezählern verbinden.

Den Höchstwert von 1000 Punkten zu erreichen sei aber unmöglich. Yago Veith, Marketingchef bei Dacadoo, erklärt hierzu lachend: "1000 Punkte? Das schafft vielleicht Superman." Er selbst liege übrigens zurzeit bei circa 750 Punkten. Besonders motiviere ihn die Social-Media-Komponente von Dacadoo. Sie ermögliche es, sich mit Kollegen zu vergleichen, deren Aktivitäten im Facebook-Stil zu kommentieren und gemeinsam sportliche Challenges durchzuführen.

Darauf angesprochen, was Dacadoo von der Konkurrenz unterscheide, nennt Veith den ganzheitlichen Gesundheitsansatz. Bei der Konkurrenz könnten meist nur ein bis zwei Aktivitäten in einer App oder Plattform gemessen werden. Im Gegensatz dazu versuche Dacadoo das Gesamtwohlbefinden eines Menschen mittels eines einzigen Wertes zu messen. Um dies möglichst professionell zu tun, habe man den Health Score zusammen mit verschieden Experten entwickelt. Zum Beispiel Professor Laurence Jacobs sei dabei gewesen und unterstütze Dacadoo nach wie vor als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Unternehmens.

Geschichte der Red-Herring-Awards

Die Red-Herring-Top-100-Awards werden seit 1996 in Asien, Europa und in Süd- und Nordamerika verliehen. Dabei werden mehrere hundert Unternehmen aus jeder Region in einem dreistufigen Verfahren nach verschiedenen Unternehmensaspekten beurteilt. Organisator der Red-Herring-Awards ist das gleichnamige amerikanische Technologie-Magazin, das bereits 1993 gegründet wurde.

Für die Awards können sich ausschliesslich Technologie- oder Life-Science-Unternehmen, deren Hauptsitz sich in einer der drei Regionen befindet, bewerben. Die Unternehmen müssen private Besitzverhältnisse aufweisen und dürfen nicht börsennotiert sein.

14 Schweizer Firmen hatten sich für das Finale der diesjährigen Red-Herring-Europe-Awards qualifiziert. Schliesslich erhielten im Finale vom 8. April deren fünf eine der begehrten Trophäen: Das E-Health-Unternehmen Dacadoo, der Software-Anbieter Nexthink, die Cloud-Computing-Firma Pitcher, der Anbieter von Hardware-Lösungen SGP Technologies und die Software-Entwickler Starmind International.

Doch was braucht es, um als Start-up erfolgreich zu sein? Um eine Antwort auf diese Frage zu erhalten forschte die Netzwoche bei Dacadoo nach. Das Unternehmen betreibt eine Online-Gesundheitsplattform und –App und fokussiert somit auf das Thema Wohlbefinden.

Wie gesund sind Sie?

Als erstes wird bei Dacadoo ein individueller Health Score mit Werten zwischen 1 und 1000 berechnet. Dieser soll den aktuellen Gesundheitszustand einer Person widerspiegeln. Berechnet wird der Wert aus einer ganzen Reihe von Daten. Nebst dem Körpergewicht werden verschiedenste Aktivitäten gemessen, wie zum Beispiel Sport, Schlaf, Ernährung oder das Stresslevel einer Person. Um dies so genau wie möglich durchzuführen lässt sich die Dacadoo-App mit Geräten wie elektronischen Waagen, Fitnesstrackern, Herzfrequenzmessern oder Schrittezählern verbinden.

Den Höchstwert von 1000 Punkten zu erreichen sei aber unmöglich. Yago Veith, Marketingchef bei Dacadoo, erklärt hierzu lachend: "1000 Punkte? Das schafft vielleicht Superman." Er selbst liege übrigens zurzeit bei circa 750 Punkten. Besonders motiviere ihn die Social-Media-Komponente von Dacadoo. Sie ermögliche es, sich mit Kollegen zu vergleichen, deren Aktivitäten im Facebook-Stil zu kommentieren und gemeinsam sportliche Challenges durchzuführen.

Darauf angesprochen, was Dacadoo von der Konkurrenz unterscheide, nennt Veith den ganzheitlichen Gesundheitsansatz. Bei der Konkurrenz könnten meist nur ein bis zwei Aktivitäten in einer App oder Plattform gemessen werden. Im Gegensatz dazu versuche Dacadoo das Gesamtwohlbefinden eines Menschen mittels eines einzigen Wertes zu messen. Um dies möglichst professionell zu tun, habe man den Health Score zusammen mit verschieden Experten entwickelt. Zum Beispiel Professor Laurence Jacobs sei dabei gewesen und unterstütze Dacadoo nach wie vor als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Unternehmens.

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